Berlin. Angesichts der hohen Staatsverschuldung Deutschlands und des tiefgreifenden Sparpakets hat der Verband «Die Jungen Unternehmer» die Rentengarantie der Bundesregierung angegriffen. Diese Zusage sei ein Unding, sagte die Vorsitzende, Marie-Christine Ostermann, der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe). «In Krisenzeiten müssen alle den Gürtel enger schnallen. Das gilt auch für die Rentner. Es ist nicht in Ordnung, wenn man die Jüngeren immer stärker belastet und gleichzeitig die Älteren per Gesetz vor Verschlechterungen schützt.»

Ostermann warf der Regierung vor, die Älteren als wichtige Wählerklientel nicht verprellen zu wollen: «Deshalb scheinen die Politiker sich hier nicht zu trauen, den Menschen auch unpopuläre Maßnahmen zuzumuten.» Ostermann sprach sich strikt gegen Steuererhöhungen jeglicher Art zur Sanierung der Staatsfinanzen aus. Stattdessen mahnte sie ein «konsequenteres Streichen von Subventionen» an. Zugleich forderte sie Reformen am Arbeitsmarkt: «So unpopulär es auch sein mag, aber dazu muss auch der Kündigungsschutz flexibilisiert werden. Das bedeutet: Wir müssen viel stärker mit Abfindungsregeln arbeiten können. Auf diese Weise würden Neueinstellungen spürbar erleichtert – gerade jetzt zu Beginn des Aufschwungs.»

Bei den Jungen Unternehmern sind nach eigenen Angaben rund 1500 Familien- oder Eigentümerunternehmer organisiert.

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