Der Bundeswirtschaftsminister sieht eine positive Imageentwicklung Deutschlands als Reiseland

Berlin (dapd). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat am Dienstagabend in Berlin die Internationale Tourismusbörse (ITB) offiziell eröffnet. Das Image Deutschlands als Reiseland habe sich in den vergangenen Jahren gewandelt, sagte der FDP-Politiker. Initialzündung sei die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 gewesen, als die Welt zu Gast bei Freunden gewesen sei. Eine solche Ausstrahlung hätten sicher auch die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im Sommer und das Finale des Eurovision Song Contest im Mai in Düsseldorf, zeigte sich Brüderle überzeugt. “Deutschland ist ein fröhliches, zuversichtliches und gelassenes Land”, sagte er.

Der Minister verwies darauf, dass im vergangenen Jahr 60 Millionen Übernachtungen von ausländischen Touristen in Deutschland registriert wurden. Damit sei die Bundesrepublik nach Spanien Vize-Europameister bei den beliebtesten Urlaubsländern.

Brüderle kündigte Unterstützung für die Urlaubsländer Ägypten und Tunesien an, die sich im politischen Umbruch befinden. Ihnen müsse geholfen werden, damit der Tourismus wieder anspringt. Ein wichtiges Signal dafür sei, dass Ägypten im Jahr 2012 Partnerland der ITB sein wird.

Der Generalsekretär der World Tourism Organization (UNWTO), Taleb Rifai, verwies auf die rasante Entwicklung der weltweiten Reisebranche in den vergangenen Jahren. Die Zahl der internationalen Ankünfte sei im Jahr 2010 um sieben Prozent auf 935 Millionen gestiegen. In naher Zukunft werde die Marke von einer Milliarde erreicht. Die Umsätze im Tourismus hätten sich weltweit von 482 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000 auf knapp 900 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr erhöht. Auf den Tourismus entfielen heute fünf Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts, 30 Prozent des weltweiten Dienstleistungsexports und 8,3 Prozent der Arbeitsplätze auf der Erde.

Partnerland der ITB in diesem Jahr ist Polen. Das Land gestaltete das kulturelle Rahmenprogramm der Eröffnungsfeier. Zu den Gästen gehörte der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa.

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