Ingolstadt. Auf dem Weg an die Spitze im Oberklassesegment will der Autohersteller Audi in den kommenden Jahren seine Gewinnmargen deutlich steigern. «Im Rahmen unserer Strategie 2020 haben wir uns insbesondere vorgenommen, nachhaltig eine Kapitalrendite von über 18 Prozent sowie eine Umsatzrendite vor Steuern von über 8 Prozent zu erwirtschaften», sagte Finanzvorstand Axel Strotbek am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Volkswagen-Tochter in Ingolstadt.

Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009, das Audi im Gegensatz zu einigen Konkurrenten mit schwarzen Zahlen abgeschlossen hat, lagen die Werte bei 11,5 beziehungsweise 6,5 Prozent. Die Ingolstädter wollen ihre Profitabilität durch die fortlaufende Optimierung von Prozessen und Strukturen – unter anderem mit Hilfe des verstärkten Einsatzes von Baukastensystemen – und der zunehmenden Internationalisierung ausbauen. In diesem Jahr rechnet Audi mit einem überproportionalen Gewinnzuwachs.

In den Monaten Januar bis März erwies sich Audi einmal mehr als Ertragsperle des VW-Konzerns und schrieb einen operativen Gewinn von 478 Millionen Euro nach 363 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit erwirtschaftete Audi mehr als die Hälfte des Gewinns von Europas größtem Autohersteller. Der Umsatz der Bayern stieg um 23 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Dabei profitierte Audi von einer deutlichen Erholung der Nachfrage. So wurden weltweit rund 246 100 Autos verkauft, ein Anstieg um mehr als ein Viertel.

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