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Airbus will in Hamburg Leiharbeiter-Stellen streichen

Hamburg. Der Flugzeughersteller Airbus will in diesem Jahr laut einem Zeitungsbericht mehr als 1000 Leiharbeiter-Stellen am Standort Hamburg-Finkenwerder abbauen. Hauptsächlich betroffen sei die Produktion des Großraumflugzeugs A 380, berichtete die Hamburger Ausgabe der «Bild»-Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise. Airbus-Sprecher Tore Prang bestätigte dies der Nachrichtenagentur ddp am Montag. Die Anzahl der Stellen wollte er jedoch nicht kommentieren.

Vor vier Jahren hatte Airbus wegen massiver Probleme mit der Verkabelung im A 380 ein Rettungsprogramm auflegen müssen. Mehrere Tausend zusätzliche Arbeitskräfte wurden für die Produktion benötigt und über Zeitarbeitsfirmen eingestellt. Mittlerweile läuft die Produktion aber stabil.

«Wir haben erhebliche Fortschritte beim A 380 gemacht. Das ist gut für Airbus. Das bedeutet aber auch, dass wir die Zahl der Leiharbeitskräfte, die wir zeitlich befristet geholt haben, nach und nach reduzieren werden», sagte Prang. Airbus beschäftigt in seinem Werk in Finkenwerder rund 12 000 fest angestellte Mitarbeiter und 5000 Leiharbeitskräfte.

Die Leiharbeitskräfte werden dem Bericht zufolge nicht sofort arbeitslos, sondern kehren zu ihren Zeitarbeitsfirmen zurück. Allerdings erhielten sie bei Airbus den gleichen Lohn wie fest angestellte Kollegen und bekommen von der Leiharbeitsfirma laut Experten schätzungsweise ein Drittel weniger Geld.

ddp.djn/jaw/mbr

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