Darmstadt – Für drei Viertel der Nutzer von Telefonkonferenz­en ist die Abhörsicherheit wichtig. Dennoch sind die Nutzer nicht bereit, für die dazu notwendige Verschlüsselung der Verbindung zu bezahlen. Diese Diskrepanz deckt eine aktuelle Umfrage der toplink GmbH (www.toplink.de) unter 2.400 vorwiegend mittelständischen Firmen in Deutschland auf.

„Trotz Snowden und NSA geht die Mehrzahl der Unternehmen offenbar davon aus, dass sie nicht abgehört werden oder dass ihre Telefonkonferenzen derart belanglos sind, dass ein Mithörer keine relevanten Informationen daraus ziehen kann”, interpretiert toplink-Geschäftsführer Jens Weller die Umfrageergebnisse.

Lediglich 15 Prozent der von toplink befragten Mittelständler sind bereit, für die Verschlüsselung ihrer Telefonate Geld in die Hand zu nehmen – knapp die Hälfte (49 Prozent) davon allerdings nicht mehr als 5 Euro im Monat.

„Nur 1 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben die Bereitschaft, mehr als 15 Euro pro Monat auszugeben, um ihre telefonische Kommunikation zu verschlüsseln”, staunt toplink-Geschäftsführer Jens Weller über die Studienergebnisse. Er mahnt: „Wir brauchen ein besseres Verständnis in Deutschland, dass Sicherheit ein sehr wichtiges Thema ist und auch einen Preis hat. Die Kosten, wenn etwas schiefgeht, liegen in der Regel viel höher.” Er verweist auf Studien des Bundesverband IT-Sicherheit (TeleTrusT) gemeinsam mit Secusmart („abhörsicheres Kanzler-Handy”), wonach mehr als ein Drittel der Sicherheitsexperten von einem wirtschaftlichen Schaden von über 10 Mrd. Euro durch Abhöraktionen ausgehen.

Quelle: toplink GmbH/euromarcom public relations GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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