Stuttgart – Das Brückenpraktikum für Flüchtlinge und Asylbewerber bei Daimler ist ein Erfolg. Nahezu alle 40 Teilnehmer des ersten Programms werden Angebote von Zeitarbeitsfirmen für eine Weiterbeschäftigung in der Industrie, im Handwerk oder einen Ausbildungsplatz bei Daimler erhalten. „Wir sind mit dem Ergebnis des ersten Brückenpraktikums sehr zufrieden. Unser Ziel, den Menschen einen Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen, haben wir für nahezu alle Teilnehmer erreicht. Dieser Erfolg bestärkt uns, weitere Brückenpraktika anzubieten. Für Daimler ist es selbstverständlich, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen zu unterstützen“, sagt Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG.

In den nächsten Wochen und Monaten starten weitere Brückenpraktika an Daimler-Standorten in ganz Deutschland. In Rastatt begann das Praktikum für 20 Praktikanten am 1. März. Insgesamt werden im ersten Halbjahr 2016 rund 300 Flüchtlinge ein Brückenpraktikum in technischen Funktionen bei Daimler wahrnehmen können. In Abstimmung sind zudem Brückenpraktika für kaufmännische Funktionen. Für das zweite Halbjahr sind weitere Brückenpraktika in Planung.

Darüber hinaus stellt Daimler 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung. Schon länger bieten Werke, Niederlassungen und die Konzerntochter EvoBus Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungsplätze für junge Flüchtlinge an. Knapp 50 Teilnehmer sind oder waren dabei bereits im Einsatz. Die verschiedenen Programme zur beruflichen Integration und Ausbildung von Flüchtlingen gehen über den Bedarf und das übliche Angebot des Unternehmens hinaus und nehmen damit keinem anderen Bewerber die Chance für eine Beschäftigung oder Ausbildung bei Daimler. Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und Mitglied des Aufsichtsrats der Daimler AG, sagt: „Ich bin überzeugt, dass Integration durch Begegnung gelingt. Wer zusammen arbeitet, spricht miteinander, lernt sich gegenseitig besser kennen und erfährt viel über die Lebensweise des anderen. Wir unterstützen die berufliche Integration von Flüchtlingen und unsere Brückenpraktika an allen Standorten und freuen uns über das große Engagement der Belegschaft, den Menschen zu helfen.“

Quelle: Daimler AG

Quelle: Daimler AG

Positives Fazit des ersten Brückenpraktikums

Das erste Brückenpraktikum für Flüchtlinge und Asylbewerber hatte Daimler im November 2015 für 40 Teilnehmer aus Afghanistan, Eritrea, Gambia, Nigeria, Pakistan und Syrien in Stuttgart gestartet. Mehr als 30 der Teilnehmer werden jetzt zum Ende des Programms Angebote von Zeitarbeitsfirmen für eine Weiterbeschäftigung in der Industrie und in Handwerksbetrieben erhalten. Zwei Brückenpraktikanten sollen im Herbst eine Ausbildung bei Daimler beginnen. Bis dahin bleiben sie über eine Vorqualifizierungsmaßnahme im Unternehmen beschäftigt. Bei nahezu allen Teilnehmern reichen die Deutschkenntnisse nach Ende des Praktikums aus, um direkt weitervermittelt zu werden. Personal-betreuer von Daimler halten mit den wenigen noch nicht vermittelten Teilnehmern weiter engen Kontakt und werden zu einem späteren Zeitpunkt Vorstellungsgespräche vermitteln.

Bei den Brückenpraktika arbeitet Daimler eng mit der Bundesagentur für Arbeit und den zuständigen Jobcentern zusammen. Das Programm dauert 14 Wochen und besteht aus einem praktischen Teil in der Produktion und einem begleitenden Deutschkurs, in dem auch Bewerbungsgespräche geübt und Bewerbungsunterlagen erstellt werden. Das erste Brückenpraktikum endete jetzt im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim. Die Teilnehmer erhielten während einer Abschlussfeier ein Praktikumszeugnis und ein Zertifikat zum begleitenden Deutschkurs. Bei der Abschlussveranstaltung waren auch Zeitarbeitsfirmen vertreten, um mit den Brückenpraktikanten über Jobangebote zu sprechen. Auch die Bundesagentur für Arbeit war mit Informationen und Stellenangeboten vor Ort. „Die Erfahrungen zeigen, dass Schutzsuchende das Potenzial haben, die Fachkräfte von übermorgen zu werden. Eine frühzeitige und gut begleitete Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration. Dass sich Daimler seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt, und mit dem Brückenpraktikum einen Beitrag zur Integration von Schutzsuchenden leistet, ist ein deutliches und wichtiges Zeichen. Wir als Bundesagentur für Arbeit freuen uns, dass die Daimler AG sich bei der herausfordernden Teilnehmerauswahl auf die Expertise der Bundesagentur für Arbeit verlassen hat und mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist“, sagt Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit.

Vielfältiges Engagement in der Flüchtlingshilfe

Daimler ist bereits seit längerem in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seit 2013 hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ bislang vier Hilfskonvois für syrische Flüchtlingslager in die Türkei und zwei Hilfsflüge in den Nordirak geschickt. Mit zahlreichen Spendenaktionen des Unternehmens und der Mitarbeiter werden Flüchtlingshilfsprojekte in ganz Deutschland unterstützt. Daimler ist in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Internationalität und das respektvolle Miteinander verschiedener Nationalitäten sind seit Jahrzehnten gelebter Alltag. Allein in Deutschland arbeiten Menschen rund 140 verschiedener Nationalitäten bei Daimler.

Quelle: Daimler AG

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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