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Online-Finanzbranche wächst rasant – das sind die Profiteure

Die Finanzwirtschaft digitalisiert sich und sorgt damit für einige Veränderungen in der Branche. Das zieht sowohl viele Gewinner, als auch ein paar Verlierer nach sich. Zu den Profiteuren der Entwicklung gehören – neben den Kunden – vor allem drei Arten von Unternehmen: Die immer häufigeren Online Banken, Broker im Internet, die kostengünstige Finanzprodukte vertreiben und Fintech Start-ups sowohl aus Deutschland, als auch dem internationalen Bereich. Wie genau schaffen diese es, erfolgreich zu sein? Im Folgenden werden die drei genannten Sektoren genauer analysiert.

Die Masse der Online Banken hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen.
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Online Banken und Online Banking

Die Masse der Online Banken hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen, Betreiber vermelden hohe Umsätze und einen stetigen Zulauf an Kunden. Das hat gute Gründe: Im Vergleich zu örtlichen Bankfilialen können die Online Institute oft mit günstigen Konditionen überzeugen – die Kontoführung ist beispielsweise meist kostenlos. Auch beim Thema Banking per App sind die Spezialisten den traditionellen Anbietern meist überlegen. Die Folge: Fast 47 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen über das Netz, wie Spiegel Online berichtet. In jüngster Zeit kamen stolze drei Millionen neue Nutzer dazu, das Ende des Wachstums ist laut Experten der Branche noch lange nicht erreicht. Diese Entwicklungen stehen im starken Kontrast zu denen beim lokalen Banking: So mussten Volksbanken und Sparkassen im letzten Jahr jeweils rund acht Prozent ihrer Filialen schließen.

Broker im Netz

Nicht nur Banken, auch sogenannte Broker nutzen die schnellen Veränderungen im Finanzbereich und bieten für Kunden neuartige Dienstleistungen an. Mussten Interessenten früher zur Bank vor Ort gehen, um erfolgreich in Aktien, ETFs oder Investmentfonds zu investieren, reicht heute der Besuch einer einschlägigen Webseite. Ein großer Vorteil der Broker: Sie sind unabhängig, müssen als im Gegensatz zu Banken wie Volksbank und Sparkasse keine Produkte von Tochtergesellschaften wie Union Investment oder Deka vertreiben. Online Trading Plattformen wie eToro, Capital.com, scalable.capital oder Libertex bieten Privatanlegern oft kostenlose Trades bei jährlichen Gesamtgebühren von nur wenigen Euro pro Jahr und verfügen zudem über Unterstützung per App. Die Auswahl handelbarer Assets nimmt bei den Internet-Brokern außerdem mit jedem Jahr weiter zu. Für private Investoren ergeben sich durch die Digitalisierung der Investment-Sparte attraktive Möglichkeiten. Denn eine immer größere Zahl an Anlegern möchte den Vermögensaufbau in die eigene Hand nehmen. Gerade in Zeiten geringer Renten und steigender Inflation erwartet die Branche auch in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum. Auch deutsche Anbieter können von der Entwicklung profitieren.

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Fintech Start-ups

Die dritte Gruppe der Profiteure sind Fintech Start-ups, die sowohl in Deutschland als auch auf internationalem Terrain durch innovative Ideen überzeugen und Kunden an sich binden. Die Anzahl von gut gemanagten Start-ups aus dem Sektor erhöht sich immer mehr, Firmen wie Stripe werden inzwischen in Milliardenhöhe bewertet – der Primus der Klasse ist laut Meinungen von Experten mit 36 Milliarden Dollar Marktwert bereits doppelt so wertvoll wie die Deutsche Bank.

Fazit

Die Digitalisierung hat die Finanzbranche klar im Griff. Viele Sektoren profitieren davon, allen voran Fintech Start-ups, Broker im Netz und Online Banken. Noch sind die disruptiven Veränderungen des Marktes nicht am Höhepunkt angelangt. Auch in den kommenden Jahren werden die genannten Anbieter stark wachsen können. Für deutsche mittelständische Unternehmen und Neugründungen bieten sich hier große Chancen, in einen schnell wachsenden und äußerst lukrativen Markt einzusteigen. Gute Nachrichten also für die Wirtschaft.

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