Eine Unternehmensgründung ist ein besonders komplexes Unterfangen. Von der ersten Geschäftsidee bis zur letztlichen Umsetzung und Etablierung eines Unternehmens ist es ein langer, oftmals sehr mühsamer Weg, zu dem auch eine gewisses Risikobereitschaft dazugehört. Eine gewissenhafte Planung, Durchhaltevermögen sowie geschäftlicher Spürsinn sind wichtige Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Unternehmensführer.

In der Anfangsphase einer Firmengründung gilt es auf vieles zu achten. Mitunter kommen große Kosten auf einen zu und daher ist es besonders wichtig die Gründungsphase finanziell gewissenhaft zu planen. Je genauer die Vorbereitung, desto geringer ist die Gefahr sich zu verkalkulieren oder wichtige Aspekte zu vergessen. Dabei gibt es selbstverständlich kein Patentrezept, vielmehr ist jede Unternehmensgründung so individuell wie die ihr zugrundeliegende Geschäftsidee. Rückschläge erleben die meisten neu gegründeten Unternehmen in den ersten Jahren. Nachdem der Businessplan ausgearbeitet wurde und die notwendigen Formalitäten erledigt worden sind, kann es mit dem eigentlichen Aufbau des Unternehmens losgehen.

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Anfängliche Hürden meistern

Insbesondere StartUps, junge Unternehmen die sich in der ersten Phase ihres Lebenszyklus befinden, sehen sich zahlreichen Hürden konfrontiert, die es zu meistern gilt. Nach einer anfänglichen Phase der Euphorie, kann die Stimmung schnell umschlagen, wenn die Geschäftstätigkeit konkret und praktisch wird. Aufgrund der in vielen Fällen begrenzten Mitarbeiteranzahl ist es zudem oft schwierig alle Bereiche im Blick zu haben, Spezialisten für einzelne Bereiche (Steuern / Buchhaltung, Personal, etc.) sind zumeist nicht mit im Team. Fehler zu machen gehört zwar dazu, doch wieso sollte man nur aus eigenen Fehlern lernen und nicht aus denen anderer? Es gibt zahlreiche Fehler die immer wieder gemacht werden und die man von vornherein vermeiden kann.

Schwierigkeiten bei der Finanzierung einplanen

Die wenigsten Geschäftsmodelle kommen ohne ein gewisses Grundkapital aus. Banken und Finanzdienstleister tun sich jedoch in der Regel schwer gerade neu gegründeten Unternehmen Kredite zu gewähren, da der Beweis dafür, dass das Geschäftsmodell funktioniert, noch aussteht. Daher sollte man sich schon frühzeitig nach Fördermöglichkeiten erkundigen, die von Bund und Ländern, aber auch von privaten Stiftungen und Trägern bereitgestellt werden können. Eine weitere Möglichkeit stellen Kredite von Privatpersonen dar. In jedem Fall sollte man die Ausgaben in der Anfangszeit so niedrig wie möglich halten, um einen finanziellen Spielraum zu behalten und so auf unerwartete Kosten reagieren zu können. Dabei kann man in der Anfangszeit ruhigen Gewissens auf einige Dinge verzichten, andere wiederum sind von Beginn an unabdingbar.

Fixkosten nicht zu hoch werden lassen

In der Anfangszeit der Unternehmensgründung sollte man die Fixkosten so niedrig wie möglich halten. Dazu gehören Kosten für Miete der Räumlichkeiten und Firmenfahrzeugen oder Miet-Gerätschaften, möglicherweise Versicherungen und auch für gewerbliche Internet- und Telefonverbindungen. Bei den Räumlichkeiten hat es sich bewährt die Größe nach und nach dem wachsenden Unternehmen anzupassen, repräsentative Geschäftsräume machen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle erst ab einer gewissen Unternehmensgröße und -relevanz Sinn. Anfänglich sollte man sich voll und ganz auf die absolut nötigsten Dinge konzentrieren.

Besonderes Augenmerk sollte auch der Internetverbindung gelten

Die überwiegende Zahl der Internetangebote für Privatkunden sind ausdrücklich nicht für den gewerblichen Gebrauch zulässig. Die meisten Anbieter lassen sich ihre Business-Tarife und die entsprechenden Leistungen jedoch einiges kosten. Mit der Internetverbindung steht und fällt das tägliche Business in der heutigen Zeit. Nahezu kein Geschäftsbereich kommt ohne die Nutzung des Internets aus. Datenbanken, Bestellvorgänge, Marketing, die repräsentative Firmenhomepage: Eine stabile Internetverbindung ist die Voraussetzung für die meisten geschäftlichen Tätigkeiten.

Daher ist es von besonderer Bedeutung hier auch eine gewisse Sicherheit in Bezug auf etwaige Ausfälle zu haben. Entsprechende Angebote von Internetprovidern sind oft sehr teuer und für Unternehmen in der Gründungsphase nicht zu finanzieren. Aktuell greift Unitymedia Business jungen Gründern mit einem speziellen Angebot unter die Arme. Das Business Gründerpaket bietet seit Anfang Juni diesen Jahres folgende Vorteile für StartUps und junge Unternehmer:

  • die ersten 6 Monate Internet mit bis zu 150 MBit/s und Telefon sind gratis
  • die Bereitstellungsgebühr wird Neugründern geschenkt
  • Fair-Vertrag mit flexibler Kündigung
  • über 400 Euro Gründervorteil
  • zudem gibt es 56 x eine true fruits Vitaminspritze geschenkt

Dieses Paket kann im Verlauf der ersten drei Jahre nach einer Firmengründung in Anspruch genommen werden. Das gesamte Angebot im Detail kann man sich hier ansehen.

Den richtigen Versicherungsschutz wählen

Kein Unternehmensgründer kommt ohne einen gewissen Versicherungsschutz aus. Obligatorisch ist zumeist die Betriebshaftpflichtversicherung, welche beispielsweise dann greift, wenn sich ein Kunde innerhalb der eigenen Geschäftsräume verletzt oder zu Schaden kommt. Die private Haftpflichtversicherung greift in einem solchen Fall nämlich nicht. Weiterhin macht es je nach Unternehmensart Sinn, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, um sich vor Konflikten mit Kunden und Geschäftspartnern abzusichern. Hier werden im Zweifel sämtliche Gerichtskosten übernommen. Es ist ratsam die verschiedenen Anbieter entsprechender Versicherungen untereinander zu vergleichen, um am Ende nicht zu viel zu bezahlen und das man dennoch gegen alle relevanten Schäden abgesichert ist.

Wer sich gegen die gängigsten Schäden absichert, clever kalkuliert und die Einnahmen und Ausgaben im Blick hat, hat gute Chancen die Anfangszeit der Firmengründung zu überstehen, wenn das Geschäftsmodell funktioniert. Selbstverständlich treten bei jeder Unternehmensgründung auch unerwartete Probleme auf, auf die es individuell zu reagieren gilt.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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