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Wenn Weihnachtsgeschenke online gehen

Wenn Cyber-Kriminelle mit unterm Weihnachtsbaum sitzen, ist etwas ganz schön schief gelaufen beim Geschenkekauf. So sichern Anwender ihre „Most Hackable Gifts“ – also die durch Hacker am meisten bedrohten Technik-Geschenke – richtig ab.

Quelle: Fotolia_73110822 / Intel Security
Quelle: Fotolia_73110822 / Intel Security

München – Auf die Plätze, fertig, los – Die Spießrutenläufe durch Werbeanzeigen, Einkaufszentren und Menschenmengen beginnen erneut und läuten die Weihnachtszeit ein. Auch dieses Jahr werden Spielzeug- und Technikgeschenke auf der „Most Wanted“-Liste stehen. Dass diese Geräte Sicherheitsrisiken bergen, sobald sie sich mit dem Internet oder anderen Devices verbinden, ist hingegen kaum bekannt. Viele der beliebtesten Technikprodukte – darunter Wearables wie Fitness Tracker und Smartwatches– sind deshalb nicht nur besonders ansprechend, sondern potenziell gefährlich. Intel Security hat eine Liste mit den am stärksten bedrohten Geräten zusammengestellt, die auf der Beliebtheitsskala von Beschenkten wie Hackern ganz weit oben stehen. Eine kurze Entwarnung jedoch vorweg: Mit wenigen Tricks bleiben diese Gadgets dennoch sicher. Diese Tipps helfen weiter:

Smartphones und Tablets

  • Schwachstelle: WLAN, Bluetooth und Standard-Passwörter. Hacker können mit wenig Aufwand auf Datenträger zugreifen und sensible Informationen einsehen oder verändern.
  • Gefahr: Falsche Prioritäten. Neue Geräte werden meist direkt eingesetzt, so dass Hacker die Werkseinstellungen leicht ausspielen und Daten stehlen können.
  • Expertentipp: Sicherheitsvorkehrungen treffen. Auch wenn das neue Gerät zum Ausprobieren einlädt, sollten Anwender zuerst alle wichtigen Sicherheitsvorkehrungen wie ein Reset des Passworts oder die Installation einer entsprechenden Security-Software treffen.

Drohnen und kamerafähige Geräte

Drohnen sind mittlerweile allgegenwärtig und werden bald schon von Einzelhändlern (Amazon) und Logistikunternehmen (UPS, Fedex) eingesetzt.

  • Schwachstelle: Internetfähige Kameraverbindung. Auch hier liegt das Risiko darin, wie Daten mit dem Internet geteilt werden und Geräte interagieren.
  • Gefahr: Kontrollverlust. Ohne ausreichenden Schutz können diese Technologien den falschen Anwendern Zugang zu personenbezogenen Daten ermöglichen, die man nicht teilen möchte. Zudem können Hacker Drohnen in ihre Kontrolle bringen und damit weiteren Schaden anrichten.
  • Expertentipp: Informieren. Anwender sollten immer die Gebrauchsanweisung eines Geräts lesen oder online nach entsprechenden Sicherheitsvorgaben suchen.

Gadgets für Kinder

  • Schwachstelle: WLAN/Bluetooth Verbindung. Dieses Jahr wird immer mehr internetfähiges Spielzeug verschenkt, das in unterschiedlichem Maß mit dem Internet kommuniziert.
  • Gefahr: Bagatellisierung. Eltern erkennen das Risiko nicht, da es sich um vermeintlich harmloses Spielzeug handelt. Dieses kann jedoch ungewollte Informationen im Internet teilen.
  • Expertentipp: Sicherheitseinstellungen prüfen. Eltern sollten sich Zeit nehmen und detailliert damit auseinandersetzen, wie das Gerät – sei es eine Fernsteuerung oder eine Puppe – mit dem Internet kommuniziert und sich verbindet. Sie sollten alle Sicherheitseinstellungen überprüfen und Standard-Passwörter ändern.

Smartwatches und Fitness Tracker

2015 ist das Jahr der Wearables. Nie zuvor waren Smartwatches und Fitness Tracker so beliebt wie jetzt gerade, denn zahlreiche aufregende Neuerungen durch das Internet der Dinge machen sie besonders spannend. Gleichermaßen sorgen unzureichende Sicherheitsvorkehrungen in den Geräten dafür, dass sie zur attraktiven Zielscheibe von Hackern werden. Als sogenannte „Gateway“-Geräte können ihre Verbindungsoptionen missbraucht werden, um Zugriff auf die Mobilgeräte der Nutzer zu erhalten.

  • Schwachstelle: Bluetooth. Wearables sind oft per Bluetooth mit Laptop oder Smartphone verbunden, einige Geräte nutzen dafür voreingestellte Passwörter wie 0000 oder 1234. Zudem sind die Sicherheitsvorkehrungen in den Geräten selbst meist unzureichend.
  • Gefahr: Schlechte Absicherung. Hacker können diese Verbindung missbrauchen, persönliche Daten oder Identitäten stehlen, gezielte „Spear-Phishing-Angriffe“ starten und Schadsoftware (Malware) installieren.
  • Expertentipp: Daten verwalten. Anwender sollten stets darauf achten, welche persönlichen Daten und Berechtigungen an Apps weitergegeben werden, die wiederum mit den Wearables verbunden sind und Passwörter sofort ändern.

Generell sollten Anwender bei jeder technologischen Neuanschaffung folgende Tipps befolgen, damit einer sicheren Weihnacht nichts mehr im Weg steht:

Standard-Passwörter ändern. Dies ist die beste Möglichkeit, um internetfähige Geräte abzusichern. Wichtig dabei: Das Passwort sollte mindestens aus acht Zeichen bestehen, darunter Nummern und Symbole sowie Klein- und Großbuchstaben beinhalten.

Software aktualisieren. Smart Devices benötigen fast immer routinemäßige Software Updates. Oft sind damit Sicherheitsaktualisierungen verbunden, die das Gerät vor potenziellen Angriffen schützen. Nutzer sollten Ihr Gerät deshalb immer auf den neuesten Stand bringen, sobald Updates verfügbar sind.

Wichtige Geräte schützen. Bekommt ein Hacker einen Fitness Tracker oder die Smartwatch unter Kontrolle, sollten Anwender verhindern, dass er damit Zugriff auf Smartphone, Tablet oder Laptop erhält. Sicherheitslösungen wie McAfee LiveSafe™ helfen dabei, das digitale Leben vor Schadsoftware und Angreifern zu schützen.

Aufklärung hilft: Informieren Sie sich hier über die aktuellesten Verbraucher- und Mobile Security Bedrohungen: beispielsweise auf @IntelSec_Home oder Facebook.

Quelle: Intel Security

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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