Die Verbreitung von Mobile Payment hat bereits heute weite Bereiche des Einzelhandels grundlegend verändert. Immer mehr Verbraucher nutzen mobile Bezahloptionen im Alltag. In Zukunft wird dieser Trend wohl zunehmen. Anders als in Ländern wie den USA beispielsweise ist das mobile Bezahlen in Deutschland jedoch noch kein Massenphänomen – obwohl die Technik bereits den meisten zur Verfügung steht.

In den meisten großen deutschen Supermärkten kann man heute neben Bargeld- und Kartenzahlung, auch mit NFC-fähigen Smartphones bezahlen. Dabei muss der Kunde sein Smartphone nur an den entsprechenden Leser halten, bezahlt also quasi „im Vorbeigehen“. Einer Umfrage zufolge zahlen bereits heute 55 Prozent der Befragten regelmäßig mobil oder haben dies in Zukunft vor.

Mobile Payment dank NFC Technik

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NFC steht für Near Field Communication (Nahfeld Kommunikation). Diese Technik ermöglicht den schnellen Datenaustausch auf eine kurze Distanz bis maximal 10 cm. Durch diese Nähe soll der unberechtigte Zugriff auf die Daten unmöglich gemacht werden. Durch die kurze Reichweite kann der NFC-Funk zudem nicht von Bluetooth oder WLAN Funk beeinträchtigt werden und umgekehrt. Nicht nur zum Bezahlen eignet sich NFC, sondern für zahlreiche Arten der Datenübertragung. Im Unterschied zu der auch bekannten RFID-Technik, bei der jedes Gerät gleichzeitig Sender und Empfänger sein kann, sind die Rollen bei NFC klar verteilt.

NFC wird zum Standard

Der Datenaustausch zwischen Smartphone und Kasse funktioniert jedoch nur dann, wenn beide dasselbe System nutzen bzw. dieselbe Technik verwenden. Neuere Smartphones verfügen in der Regel standardmäßig über NFC. Mehr und mehr Kassensysteme werden derzeit auf diese NFC-Technik umgestellt. Erkennen kann der Verbraucher die Möglichkeit des Bezahlens per NFC in der Regel durch ein kleines Funksymbol an der Kasse. Manche Kredit- und EC-Karten sind heute ebenfalls mit einem NFC-Funkchip ausgestattet. Neben dem Einkauf im Supermarkt kann man heute bereits auch andere Waren und Dienstleistungen mit dem Smartphone bezahlen. Darunter Taxifahrten, zunehmend mehr Restaurants und Cafés, Tankstellen, öffentlicher Nah- und Fernverkehr oder an Getränkeautomaten.

Wie wird das Smartphone zur Geldbörse?

Es gibt eine wachsende Zahl von Anbietern für mobiles Bezahlen in Deutschland. Darunter Banken und Sparkassen, Internetfirmen, Kreditkartenanbieter, Smartphone Hersteller und Handelskonzerne. PayPal gehört wohl zu den bekanntesten Anbietern. Je nach Anbieter lädt man sich die entsprechende App auf das NFC-fähige Smartphone und koppelt es mit einem Girokonto. Anschließend kann das Handy in der Regel sofort zum mobilen Bezahlen verwendet werden, unter 25 Euro Warenwert entfällt die Pin-Eingabe. Jede Zahlung wird anschließend wie eine gewöhnliche Kartenzahlung vom Girokonto abgebucht.

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Nachfrage nach Mobile Payment Angeboten wird zunehmen

Noch ist das mobile Bezahlen in Deutschland nicht zum Standard geworden, hat aber großes Potenzial. Ein Faktor hierfür könnte sein, dass es noch zu viele unterschiedliche Anbieter gibt und sich kein generelles System etabliert hat. Mit der wachsenden Bedeutung von Smartphones für den menschlichen Alltag wird auch die Nachfrage nach Mobile Payment-Angeboten zunehmen. Insbesondere die jüngere Generation hat wenig Berührungsängste mit neuen Technologien. Vielleicht wird es zukünftig einen Zusammenschluss verschiedener Anbieter geben, um den Verbrauchern mehr Klarheit zu geben.

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche

Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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