Wer heute für eine Prüfung büffeln, eine Fremdsprache lernen oder sich auf neue berufliche Herausforderungen vorbereiten will, muss keine Abendkurse besuchen oder Bücher nach Hause schleppen. Immer mehr Lern- und Weiterbildungsangebote werden als Apps oder Webseiten für mobile Endgeräte angeboten.

Foto: IZMF/spp-o

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Die Stärken des mobilen Lernens – kurz M-Learning – liegen in der orts- und zeitunabhängigen Nutzung. So üben schon Vorschulkinder spielerisch auf den Tablets ihrer Eltern, wie man Buchstaben und Zahlen malt. Berufstätige können die Zeit zwischen Terminen nutzen und aktuelle Fachinformationen auf ihr Mobiltelefon laden. Schüler und Studenten pauken Vokabeln oder Formeln während der morgendlichen Busfahrt.

Für viele ist es inzwischen selbstverständlich, Informationen unterwegs mit dem Handy abzurufen. Eine Tatsache, die sich die Entwickler des Pilotprojekts „Mobiles Lernen für Elektromobilität“ der TU Darmstadt zunutze gemacht haben: Per App bieten sie KFZ-Handwerkern Weiterbildungsinhalte für die Wartung neuartiger Elektromotoren an.

An Beschäftigte in der Automobilindustrie, der Elektrobranche sowie bei Versicherungen richten sich M-Learning-Angebote, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts „Mobile Learning“ der FernUniversität Hagen entwickelt wurden. Bei den Teilnehmern stießen sie nicht nur auf große Bereitschaft, Offenheit und Neugier für mobiles Lernen; sie zeigten auch deutliche Lernerfolge. Die FernUniversität Hagen war auch Ausrichter des Mobile Learning Day 2013, der in diesem Jahr zum sechsten Mal stattgefunden hat.

Allgemeine Infos zur Mobilkommunikation gibt es beim Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) unter www.izmf.de oder der gebührenfreien Hotline 08003303133.

Traditionellen Unterricht wird M-Learning aber auf absehbare Zeit nicht ersetzen können. Komplexere Inhalte sind auf mobilen Geräten noch nicht angemessen vermittelbar. Eine Trendstudie des Essener MMB-Instituts für Medien- und Kompetenzforschung geht jedoch davon aus, dass M-Learning in wenigen Jahren das inzwischen weitverbreitete und in der Fortbildung etablierte digitale E-Learning überrunden wird.

Quelle: AkZ

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