Schon seit vielen Jahrzehnten ist der Computer aus dem Berufs- und Privatleben nicht mehr wegzudenken. Immerhin arbeitet der Großteil der Menschen mit dem PC, Laptop, dem Smartphone oder einem anderen Elektrogerät. Viele Verfahren und Prozesse werden dadurch erleichtert. Auch in der Freizeit sind PC, Mobiltelefon & Co zum unverzichtbaren Begleiter geworden. Im Vergleich zu den Pionierzeiten in den 1990er Jahren sind diese Elektrogeräte heute vergleichsweise günstig. Auch Zubehör im Bereich Unterhaltungs- & Computerelektronik ist günstig zu erwerben. Man kann Teile für den PC entweder im Elektrofachmarkt, bei Spezialisten oder im Internet kaufen. Hinter Maus, Tastatur & anderen Elementen steckt jedoch eine ausgeklügelte Technik. Auch die Produktion von Hard- und Software entwickelt sich immer weiter. Zum Einsatz kommt oft die Spritzgießtechnik.

Was versteht man unter Spritzgießtechnik?

Mit Hilfe einer Spritzgießmaschine werden aus Kunststoffgranulat beliebige Teile hergestellt. Dazu sind im Prinzip zwei wichtige Bestandteile notwendig:

  • Die Plastifiziereinheit: Darin wird das Material (in den meisten Fällen Kunststoffgranulat) aufbereitet. Dieses Material wird im weiteren Verlauf des Verfahrens unter Druck eingespritzt.
  • Die Schließeinheit: Darin befindet sich die Form. Die Schließeinheit hat die Aufgabe, diese Form zu öffnen, schließen und zu verriegeln. So kann das Material verschmolzen und nach Ende des Prozesses ausgeworfen werden.

Beim Spritzgießverfahren führt die Maschine immer wieder die gleichen Abläufe durch. Zunächst wird mit einem Trichter das Granulat in der genau für das Werkstück passenden Menge zugeführt. Durch hohe Temperaturen (bis zu 200 Grad sind möglich) wird das Granulat zum Schmelzen gebracht und über die sogenannte Schnecke in das Spritzbarrel eingebracht. Dieser Teil der Maschine spritzt den flüssigen Kunststoff später in die Form. Nach dem Austrocknen wird das fertige Werkteil automatisch ausgeworfen.

Mit welchen Vorteilen punktet die Spritzgießtechnik?

Foto: Bildarchiv ARKM

Immer wenn viele gleiche Werkstücke aus Plastik benötigt werden, ist die Spritzgusstechnik ein praktisches und schnelles Verfahren. Insbesondere in der Unterhaltungselektronik und beim Computerzubehör gibt es zahlreiche Teile, die mit dieser Technik in Massenproduktion hergestellt werden. Spritzgießmaschinen arbeiten schnell und zuverlässig, es können in kurzer Zeit relativ hohe Stückzahlen ausgefertigt werden. Außerdem punktet die Spritzgusstechnik mit äußerster Präzision. Auch kleine Einzelteile können mit diesem Verfahren gut hergestellt werden. Denkt man an Smartphones, Mäuse, Tastaturen und Gerätehüllen, hat man gleich einige wichtige Einsatzbereiche aufgezählt. Auch in der Unterhaltungsindustrie kommt das Spritzgießen in vielen Elementen zum Einsatz. Spielkonsolen werden zum Beispiel ebenso gefertigt. Da die Maschinen bei richtiger Einstellung und Adjustierung auch sehr viele Teile von ausgezeichneter Qualität herstellen können, ist eine Nachbearbeitung in der Regel nicht notwendig. Somit werden Produktionsabläufe entscheidend verkürzt. Ist einmal das passende Werkzeug für die Plastikteile bereitgestellt, kann es immer wieder verwendet werden. Darüber hinaus arbeiten die Maschinen automatisch, eine ständige Überwachung ist in der Regel nicht notwendig. Es sind auch keine Zwischenschritte erforderlich. Das Rohmaterial, nämlich das Kunststoffgranulat, wird auf direkte Weise in das Endprodukt verwandelt. Egal ob kleine Zahnräder aus Kunststoff, die Hülle für den Laptop oder der Außenteil der PC-Maus, die Eisatzmöglichkeiten von Spritzgusstechnik sind vielfältig. Nicht zuletzt dank dieser modernen Methode der Kunststoffverarbeitung können PCs, Smartphones und andere Geräte in der Unterhaltungs- und Computerbranche immer günstiger hergestellt werden. Zwar müssen Unternehmen einiges in die Spritzgussmaschinen investieren, dafür arbeiten die Geräte zuverlässig und punkten mit geringem Wartungsaufwand.

Fazit

Die Spritzgusstechnik ist aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Schließlich werden damit unzählige Plastikteile produziert, aus denen PCs, Laptops, Spielkonsolen und Computerzubehör zusammengesetzt sind. Das Verfahren punktet mit Genauigkeit und Präzision. Außerdem können große Mengen an Plastikteilen damit innerhalb kurzer Zeit hergestellt werden. Nicht zuletzt sind die Abläufe automatisch und es ist kaum Überwachung und Nachbetreuung vonnöten.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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