Während die technischen Voraussetzungen für die digitale Transformation immer besser werden, ist es wohl noch ein weiter Weg, bis die Digitalisierung gänzlich umgesetzt sein wird. Neben den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen schreitet die Digitalisierung auch in Privathaushalten immer weiter voran.

Nach wie vor lagern Daten und Dokumente oftmals in analoger Form. Fotos und Dias, Videos, alte Tonbänder oder Briefe und Schriftstücke sind zahlreich auf Dachböden, in Kellern oder untersten Schubladen vorhanden und warten nur darauf, irgendwann noch einmal zum Vorschein geholt zu werden. So schön und nostalgisch derartige, analoge Dokumente anzuschauen sind, heute ist es mit wenig Aufwand möglich, all diese Dokumente zu digitalisieren und sie somit zum einen zu sichern, zum anderen hat man anschließend zahlreiche weitere Möglichkeiten diese Dokumente zu nutzen. Die Geräte, die für den Digitalisierungsprozess notwendig sind, sind heute für Privatpersonen mehr als erschwinglich und können bei Bedarf auch gemietet werden.

Quelle: pixabay.com/Markus Spiske

Akten / Dokumente

Rechnungen, Versicherungen und Verträge – die guten alten Aktenordner bieten viel Platz für analoge Dokumente und sind dementsprechend schwer. In den vielen Haushalten haben sich über die vergangenen Jahrzehnte eine Menge an vollen Aktenordnern angesammelt und stauben im Zweifel irgendwo in der Wohnung herum. Wer sich nicht endgültig von alten Dokumenten trennen kann oder sie behalten muss hat die Möglichkeit diese mit einem Dokumentenscanner schnell und unkompliziert zu digitalisieren. Im Gegensatz zu Flachbett- oder Multifunktionsscannern muss hier nicht jedes Blatt einzeln eingescannt werden, Modelle mit einem automatischen Papiereinzug können ganze Dokumentenstapel innerhalb kürzester Zeit scannen.

Dias / Fotos

Der gute alte Dia-Abend war lange Zeit das Highlight nach Urlauben, Familienfesten oder Feierlichkeiten. Anstatt sich Kopf an Kopf vor das Fotoalbum zu setzen und kleinformatige Bilder zu betrachten, konnte man auf diese Art bequem im Wohnzimmer mit mehreren Personen die jeweiligen Ereignisse Revue passieren lassen und wahlweise hämisch kommentieren oder hochtrabend erklären – Voraussetzung war ein dunkles Zimmer, Dias und ein Diaprojektor.. Heute machen sich die wenigsten die Mühe digitale Fotos in analoge Dias umzuwandeln, auf jedem Laptop ist heute eine digitale Diashow möglich. Wer seine alten Dias nun in digitale Form bringen möchte, kann dies mit einem speziellen Diascanner erledigen. So können die schönsten Erinnerungen aus der Diasammlung für die Nachwelt erhalten werden. Auch Negative können von einigen Geräten gelesen und digitalisiert werden.

Videos

Analoge Videos aus vergangenen Tagen liegen in zahlreichen unterschiedlichen Formaten vor. Video 8, Betacam, VHS oder VHS-C sind nur einige der Formate. Um diese Formate zu digitalisieren, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, in der Regel wird jedoch ein Abspielgerät benötigt. Diese sind zum Teil genau so schwer aufzutreiben wie die Kassetten selber, was daran liegt, dass sie schlichtweg nicht mehr produziert werden. Wenn man Glück hat, hat man also noch ein passendes Abspielgerät und kann auf diese Weise mit entsprechender Software und Verkabelung die alten Schätze 1:1 in ein digitales Format übertragen. Im Zweifel gibt es Anbieter, die sich genau auf dieses Gebiet spezialisiert haben und Abspielgeräte für die meisten alten Videoformate besitzen.

Tonbänder / Kassetten / Schallplatten

Analoge Audioformate lassen sich ohne großen Aufwand mit einem entsprechenden Adapter an die Audiobuchse eines PCs / Laptops anschließen und digitalisieren. Auch für den Mac stehen entsprechende Lösungen bereit, sodass auch alte Analoge Schallaufnahmen später mit Programmen wie Audacity weiterverarbeitet werden können. Hierzu stehen neben Audacity eine Vielzahl von teilweise kostenlosen Programmen zu Verfügung. Genau wie bei Videomaterial findet die Übertragung hier 1:1 statt.

Die Digitalisierung von analogen Dokumenten und Dateien ist simpel und unkompliziert. Digitale Formate können einfach versendet werden und zudem bietet er Vorgang einen zusätzlichen Schutz vor Verlust. Wer sich den Vorgang alleine nicht zutraut, kann sich an spezialisierte Anbieter wenden.

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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