Berlin – Nachdem Brennstoffzellen in Logistik-Anwendungen in Nordamerika längst Realität sind, wird die Technologie in Deutschland und EU-weit künftig verstärkt in der Logistik eingesetzt werden. Das Branchen-Netzwerk Clean Intralogistics Net (CIN) veranstaltet deshalb gemeinsam mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Fördertechnik und Intralogistik am 3. November 2016 in Berlin den ersten internationalen Workshop speziell für den Brennstoffzelleneinsatz bei Flurförderzeugen. Unter dem Titel „Hydrogen & Fuel Cells in Materials Handling, Intralogistics and Ground Support Equipment at Airports” erfahren Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Aviation, Logistik, Intralogistik, Fuhrpark, Lager und Einkauf den aktuellen Stand der Dinge.

Wie weit ist die Brennstoffzellentechnik in der Intralogistik in Europa und den USA? Wie lassen sich Brennstoffzellen im eigenen Unternehmen einsetzen? Wie sieht der Einsatz in der Logistik konkret aus? Wie fördern EU und Deutschland die Zukunftstechnik? Wie setzen BMW oder die Deutsche Bahn Brennstoffzellen in ihrer Intralogistik ein? Diesen und anderen Themen werden in dem eintägigen Workshop europäische und amerikanische Experten aus Industrie und Forschung gemeinsam auf den Grund gehen. Darüber hinaus wird es einen Elevator-Pitch mit sieben Herstellern, Versorgern und Dienstleistern aus dem Bereich Brennstoffzellentechnik geben.

„Die Green Economy ist unausweichlich, der Druck zur Dekarboniserung nimmt weltweit zu und grüne Logistik wird zum Wettbewerbsvorteil”, sagt Wolfgang Axthammer, Managing Director und Programm Manager Special Markets bei der NOW GmbH, die den Workshop initiiert hat. Durch den Einsatz der hocheffizienten Brennstoffzellentechnologie lassen sich die CO2-Emissionen in der Logistik bei Flurförderzeugen um mindestens 25 Prozent senken, die Produktivität erhöhen sowie Lagerfläche und Ladezeit deutlich verringern. Wie zuverlässig die Technologie bei Flurförderzeugen ist, beweisen umfangreiche Alltagseinsätze. „So haben sich in Nordamerika brennstoffzellenbetriebene Flurförderzeuge in der Intralogistik bereits durchgesetzt. In Europa und in Deutschland gibt es erste Referenz-Anwendungen. Die Automobilindustrie (BMW und Daimler) hat hier, unterstützt mit 3 Millionen Euro NIP-Fördermitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Pionier-Rolle übernommen”, erklärt Axthammer. Mit dem Workshop will das Branchen-Netzwerk Clean Intralogistics Net (CIN) der Logistik-Industrie und der Intralogistik verdeutlichen, dass der Brennstoffzelleneinsatz in ihrer Branche vor der Tür steht. Zudem sollen sich die Teilnehmer bei der Veranstaltung untereinander verdrahten.

Im europäischen Markt nimmt das Interesse an der Brennstoffzellentechnologie stetig zu. Um den europäischen Massenmarkt industriell zu erschließen, sind nach Schätzungen von Experten bis 2025 rund 1.000 Flurförderfahrzeuge an mindestens 20 Standorten notwendig. Die Industrie erwartet in Europa ab 2025 einen Absatz von 20.000 Einheiten jährlich. Laut der FEM European Materials Handling Federation belief sich der Produktionsumfang im Jahr 2014 in 28 EU-Staaten auf schätzungsweise 60 Milliarden Euro.

Über Clean Intralogistics Net

Clean Intralogistics Net (CPN) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Institutionen aus der Brennstoffzellenbranche. Das Projektmanagement des Netzwerkes obliegt der NOW GmbH. Die NOW GmbH wurde im Februar 2008 aus einer strategischen Allianz verschiedener Bundesministerien mit der Industrie und Wissenschaft gegründet. Der NOW GmbH obliegt die Steuerung der Umsetzung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) sowie die fachlich inhaltliche Prüfung und Vorauswahl von Demonstrationsförderprojekten. Durch diese Gesamtkoordination aus einer Hand wird eine zielgerichtete Entwicklung sichergestellt, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können und in dieser Schlüsseltechnologie die Führung zu übernehmen.

Quelle: c/o NOW GmbH

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