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Multimedia-Gewerbeinformation der Detektei Lentz

Geiz ist… bei vertraulichen Ermittlungen eine schlechte Wahl: Warum gute Detektivarbeit ihren Preis hat… …und woran man diese schon im Vorfeld erkennen kann

Ein Einbruch im Unternehmen: ein eingeschlagenes Fenster, eine aufgebrochene Tür, Verwüstungen im Büro, aber nichts fehlt. Was hat das zu bedeuten? Oder der neue Mitarbeiter liefert wertvolle Geschäftsgeheimnisse an die Konkurrenz – aber der Chef kann es ihm nicht beweisen. Zwei Fälle aus der täglichen Ermittlungspraxis von deutschen Detektiven. Ob der Fall erfolgreich gelöst wird, hängt dabei sehr häufig von der Wahl der Detektei ab: Arbeitet sie professionell, also diskret und juristisch wasserdicht, oder eher hemdsärmelig, weil es den Mitarbeitern an Erfahrung und Fachwissen oder mitunter gar an beidem fehlt? Das Problem: Immer mehr fachfremde „Quereinsteiger“ machen es sich zunutze, dass der Detektivberuf hierzulande relativ niedrige Einstiegshürden hat. Und ködern ihre Kundschaft mit Billigtarifen statt Expertise. Draufzahlen muss am Ende oft der Kunde: Wenn etwa eine observierte Person den Einsatz bemerkt und der Auftraggeber in der Folge keine Chance mehr hat, noch an stichhaltige Beweise zu kommen. Wertvolle Tipps, worauf Unternehmer wie Privatleute bei der Auswahl einer Detektei achten sollten, gibt Marcus Lentz, selbst ein erfahrener Ermittler und Inhaber einer bundesweit operierenden Detektei.

Die Einsatzgebiete von Detekteien sind vielfältig: Von Wirtschaftsdelikten, wie Geheimnisverrat, Lohnfortzahlungs- oder Wettbewerbsbetrug, bis hin zu privaten Ermittlungen in Fällen von Stalking, Ehebruch oder Sorgerechtsstreit. Detektive sind Betroffenen immer dann eine Hilfe, wenn seriöse, sachliche Aufklärung mit Diskretion und gerichtsverwertbaren Beweisen gefragt ist. Damit erfüllen sie die wichtige Aufgabe, Geschädigten zu ihrem guten Recht zu verhelfen. Denn ohne stichfeste Beweise stehen sie leider auch im deutschen Rechtsstaat sehr oft auf verlorenem Posten.

Quelle: Detektei Lentz
Quelle: Detektei Lentz

Tipp 1: Auf Zertifizierung achten

Allerdings ist Detektiv nicht gleich Detektiv, gibt Marcus Lentz, Geschäftsführer der Detektei Lentz und selbst erfahrener Ermittler, zu bedenken: „Eine gute Detektei sollte eine aktuelle TÜV- oder DEKRA-Zertifizierung vorweisen können. Diese stellt beispielsweise sicher, dass die tägliche Arbeit nach international anerkannten und bewährten Standards abgewickelt wird.“ Eine Zertifizierung auf die Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2008 bedeutet beispielsweise: Qualität und Transparenz sind nachweislich gewährleistet, versteckte Nebenkosten und damit böse Überraschungen am Ende der Zusammenarbeit ausgeschlossen. Das sollte aber noch längst nicht der einzige Anspruch an eine seriöse Detektei sein…

Tipp2: ZAD-Ausbildung überprüfen

Da der Werdegang zum Detektiv in Deutschland nicht einheitlich geregelt oder gesetzlich normiert ist, kommt es entscheidend auf die Qualifikation an. Anerkannt professionelle Detektive haben eine Ausbildung an der ZAD, der Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe, absolviert. Hier lernen die angehenden Privatermittler zusätzlich zur Theorie, wie z.B. Rechtskunde und Ermittlungstaktik, auch praktische Aufgaben, wie z.B. Observation, psychologische Gesprächsführung, Technik usw. Am Ende der zweijährigen Ausbildung steht eine theoretische wie praktische Prüfung in Zusammenarbeit mit der IHK Kassel. Nur entsprechend qualifizierte Absolventen dürfen sich „ZAD geprüfter Privatermittler – IHK“ nennen. „Damit ist nachgewiesen, dass der Ermittler sein Handwerk solide erlernt hat und seriös arbeitet. Wer sich auf unerfahrene oder unzureichend geschulte Privatermittler einlässt, geht dagegen im Zweifel ein hohes Risiko ein“, warnt Marcus Lentz.

Tipp 3: Neutrale Kundenbewertungen einsehen

Dabei kommt es nicht bloß auf geschickte Tarnung und diskretes Vorgehen an. Auch die strikte Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist für den Erfolg der Aufklärung entscheidend: „Wer etwa unerlaubte Techniken einsetzt oder bestimmte Grenzen überschreitet, steht nicht nur selbst mit einem Bein im Gefängnis – er schadet am Ende auch der Reputation des Auftraggebers“, weiß Lentz. Abgesehen davon, dass unrechtmäßig gewonnenes Beweismaterial vor Gericht unzulässig und für den Mandanten daher wirkungslos ist: Der bleibt dann womöglich zusätzlich zum Detektiv-Honorar noch auf den Kosten für einen verlorenen Prozess sitzen. Solche Kunden werden der gewählten Detektei kaum ein gutes Zeugnis ausstellen. Deshalb lohnt ein Blick auf unabhängige Bewertungsportale, wie ekomi.de oder kennstdueinen.de. Eine seriöse Detektei, die diesen Namen verdient, sollte dort keine Unbekannte sein – und über ein überdurchschnittliches Ranking verfügen.

Tipp 4: Subunternehmer ausschließen

Schließlich sollten Mandanten, so ein besonders wichtiger Tipp des Experten, vor Vergabe des Ermittlungsauftrags das Kleingedruckte lesen: „Ist dort von ‚ortsansässigen Kooperationspartnern` oder ‚bundesweitem Detektivnetzwerk` die Rede, werden oft billige Subunternehmer eingesetzt – und der Auftraggeber weiß im Endeffekt gar nicht, mit wem er es eigentlich zu tun hat.“ Auch wenn der Ansprechpartner ein ZAD-Diplom vorweisen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass auch die Ermittler, die den Auftrag umsetzen, entsprechend qualifiziert sind. Solche Klauseln im Vertrag oder den AGB sind also ein Warnsignal, das potenzielle Klienten ernst nehmen sollten. Ist die Prüfung aller Punkte zufriedenstellend ausgefallen und stimmt am Ende auch noch die Chemie, stehen die Chancen gut, dass eine professionelle Ermittlung rasche und gerichtsfeste Ergebnisse bringt, so Lentz. Nach seiner Erfahrung bestätigt sich der ungute Verdacht der Auftraggeber übrigens in rund 80 Prozent der Fälle.

Quelle: HARTZKOM

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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