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Protest gegen Gabriels Deckel für Wind und Sonne

Würzburg/Erlangen – Die Besuche von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Montag in Würzburg und Erlangen wurden von Bürgerprotesten begleitet. Aktive des Kampagnennetzwerkes Campact protestierten lautstark gegen Gabriels Pläne, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu deckeln. Ein Campact-Aktiver mit einer Großmaske von Gabriel hielt symbolisch einen Riesen-Deckel über eine drei Meter hohe Windrad-Attrappe. Zahlreiche Bürger forderten mit Sprechchören und Plakaten, die Energiewende nicht auszubremsen.

Quellenangabe: "obs/Campact e.V./Patrick G. Stösser"
Quellenangabe: “obs/Campact e.V./Patrick G. Stösser”

“Mit seinen Plänen gefährdet Gabriel Atomausstieg und Klimaschutz”, sagte Oliver Moldenhauer von Campact. “Wenn Gabriel sich durchsetzt, wird bis 2022 nicht genug Erneuerbare Energie produziert werden, um die noch laufenden neun Atomkraftwerke zu ersetzen und den Anteil klimaschädlicher Kohlekraft zu senken. Man muss kein Prophet sein, um vorher zu sehen, das uns dann eine neue Debatte über längere Laufzeiten für diese alten Schrottreaktoren droht.”

Zudem sei es unsinnig, mit der Windkraft an Land ausgerechnet die kostengünstigste Erneuerbare Energie auszubremsen. “Die Erneuerbaren Energien machten Deutschland unabhängiger von teuren Energieimporten aus dem Ausland und helfen, Umweltschäden zu vermeiden. Wenn Gabriel wirklich die Stromkunden entlasten will, sollte er die völlig ausgeuferten Industrierabatte bei der EEG-Umlage reduzieren. Und nicht Ausbau von Wind- und Solarenergie künstlich deckeln”, sagte Moldenhauer.

Moldenhauer übergab Gabriel die Unterschriften von mehr als 215.000 Menschen, die bisher den Online-Appell “Energiewende nicht absägen” unterzeichnet haben. Der Online-Appell kann hier unterzeichnet werden:

Quelle: Ots

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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