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ALFA Mittelstandsnetzwerk lehnt Kaufprämie für Elektroautos ab

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Gummersbach, 27.04.2016 – Die Regierung will ab Mai 4.000 Euro für reine Elektro- und 3.000 Euro für Plug-in-Hybridautos zahlen. Die Förderung hat eine Laufzeit bis höchstens 2019 und ist auf 1,2 Milliarden Euro begrenzt. Zudem sollen 15.000 neue Ladestellen installiert werden. ALFA Mittelstandsnetzwerk (AMN) lehnt jede Art von Subventionen und direkten Kaufprämien ab.

Spätestens seit den negativen Erfahrungen mit den EEG-Subventionen für Photovoltaik und Wind sollte jeder Politiker gelernt haben, dass Subventionen technisch unausgereifte Produkte nicht dauerhaft am Markt etablieren können. Es wird einen kurzzeitigen Boom für “Solarautos” geben, der danach überwiegend zusammen brechen wird.

Solarautos haben keinen wesentlichen Vorteil. Sie allein sparen kein CO2. Da sie zusätzlich zu richtigen Autos gekauft werden, erhöhen sie sogar, den Ausstoß des angeblich klimaschädlichen Gases. Ebenso haben die Subventionen in Photovoltaik und Wind bis heute in Wahrheit kein CO2 gespart. Ganz im Gegenteil die CO2 Zahlen steigen von Jahr zu Jahr!

Die Subventionen für die Photovoltaik kamen vor allem chinesischen Herstellern zu gute. Die Windkraftsubventionen waren unnötig hoch und haben zu erheblichen Überrenditen bei Herstellern geführt.

Da die Nachteile für Elektroautos, die vor allem in höheren Herstellungskosten und der unzureichenden Reichweite liegen, augenscheinlich nicht gelöst werden können, wird die Subvention nicht helfen die Autos dauerhaft auf dem Markt zu etablieren.

Schon die Abwrackprämie war unnötig und kostspielig und führte lediglich zu vorgezogenen Käufen und Mitnahmeeffekten. Nachdem durch die Verschrottung eigentlich noch fahrtauglicher Autos unnötig Volksvermögen verschrottet wurde, sind die Preise für Gebrauchtautos danach gestiegen, so dass eine Umverteilung zwischen Neuwagenkäufern und Gebrauchtwagenkäufern stattgefunden hat. Gerade Fahranfänger müssen mehr zahlen. Über die Jahre wurden nicht mehr Autos verkauft.

Es macht auch keinen Sinn schon wieder nur die Autoindustrie zu subventionieren. Gerade die großen Autokonzerne wären jederzeit selber in der Lage diese bisherigen Ladenhüter befristet zu subventionieren, um sich einen neuen Markt zu öffnen. Das ALFA Mittelstandsnetzwerk lehnt jegliche Subventionen und den damit verbundenen Markteingriffen ab. Am Ende gibt es meistens einen Verlierer: Den Steuerzahler!

Quelle: Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA)

Foto: Sven Oliver Rüsche (SOR.DE)

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected]achrichten.de in der Redaktion erreichbar.
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