Für Unternehmen sind die neuen Online-Kanäle eine interessante Möglichkeit, mit ihrer Zielgruppe in direkten Kontakt zu treten. Auf den ersten Blick ist eine Social-Media-Strategie ein übersichtliches Unterfangen, doch die Kommunikation will gut geplant sein. Ein schnell abgesetzter Post reicht aus, einen Shitstorm hervorzurufen, dessen Folgen unabsehbar sind.

Unternehmen nutzen gerne die Kommunikation über die neuen Online-Kanäle, wie eine Studie des Branchenverbands Bitkom aufzeigt. Demnach sind 47 Prozent der Unternehmen auf Social-Media-Kanälen aktiv, 15 Prozent planen die Nutzung. Besonders beliebt sind Facebook, Xing und Google Plus. Twitter und Youtube sind ebenfalls weit verbreitet. Die Unternehmen nutzen diese Kanäle, um auf ihre Werbeaktivitäten aufmerksam zu machen. 72 Prozent nutzen die für das Marketing und weitere 60 Prozent zur Öffentlichkeitsarbeit. Bei der internen Kommunikation wird Facebook & Co. eher weniger eingesetzt – nur bei 17 Prozent der befragten Unternehmen.

Es beginnt mit der richtigen Strategie

Beginnt man seinen Facebook-Kanal ohne erkennbare Strategie, wird es schwer, Erfolge zu messen. Neben der Definition eines Ist-Zustands definiert man ein Ziel. Dies kann sowohl Steigerung des Bekanntheitsgrades, Verbesserung einer Online-Reputation oder die Steigerung von Besucherzahlen auf der eigenen Homepage sein. Welches Ziel das Unternehmen auch verfolgt, seine Zielgruppe sollte man kennen und dementsprechend kommunizieren.

Das perfekte Facebook-Posting

Das Posting sollte in jedem Fall unterhaltsam sein. Kurz und knackig geschrieben, mit Hashtag und Link versehen. Ein Bild oder ein Video sollte ebenso eingebunden werden, um Interesse zu wecken. Bei den Bildern ist es wichtig, dass sie eine Größe von 843 mal 403 Pixeln nicht überschreiten – da sie schnell geladen werden sollen. Abschließend sollte das Unternehmen noch einen Anlass zum Liken oder Sharen geben.

Den zweiten Blick sollte man auf die User lenken. Dabei hilft es sehr, die Nutzer in verschiedene Social-Media-Fantypen einzuteilen. Nach der Agentur Reachlocal kann man sie in sieben verschiedene Kategorien einteilen: Da sind zum einen die stillen Mitläufer, die Gelegenheits-Liker und die Deal-Sucher. Diese Art von Fans tritt nur selten in Erscheinung – im Gegensatz zu den Unzufriedenen und den Stänkerern. Ihr Anliegen ist es, öffentlich Kritik zu äußern und den Ruf des Unternehmens mit Begriffen wie Abzocke in Verbindung zu bringen. Nach der Einteilung von Reachlocal gibt es dann noch die Anfeuerer und die treuen Fans, wie man in dieser Slide Show nachlesen kann.

Regelmäßiges Monitoring schützt vor Stürmen

Je nach Komplexität des Themas ist das Monitoring gestaltet. Einen Google-Alert oder die tägliche Suche auf Socialmention.com kann ein guter Anfang sein. Doch je nach Abteilung sind andere Suchtermini von Belang, daher kann man schnell auf 20 bis 30 Suchbegriffe kommen, auf die man das Social-Web täglich durchsucht. Diese aufwendige Aufgabe lohnt sich, dient sie auch einem Frühwarnsystem für aufziehende Shitstürme.

Egal für welchen Zweck der Kommunikation die Unternehmen Social Media einsetzen, es bietet ihnen die ideale Chance, ihre Zielgruppe besser kennenzulernen. Wenn man konstruktiv mit der Kritik umgeht, können Produkte und Dienstleistungen angepasst werden, was wiederum einen Wettbewerbsvorteil bietet.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: