Smartphones und Tablets sind längst zu unseren ständigen Begleitern geworden. Das spiegelt sich auch im Einkaufsverhalten wider: Mittlerweile nutzen laut einer Studie von Opera Mediaworks fast drei Viertel der Befragten Tablets oder Smartphones zum Shoppen. Im Mittelpunkt dieser Studie standen „Millennials“, also junge Leute, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden. Aber auch in anderen Altersklassen geht mit dem Anstieg der mobilen Internetnutzung die Anzahl der mobilen Einkäufe eindeutig nach oben. Das Wachstum des Mobile Commerce hat bereits 2015 gegenüber 2014 um mehr als 100% zugenommen. Zum Vergleich: Der vergleichsweise Zuwachs bei Desktop-PCs betrug lediglich 7%.

Der mobile Handel gilt somit als treibender Motor im Onlinebereich und ist längst ein etablierter Markt, der in Zukunft dem Desktophandel immer näher kommen könnte.

Quelle: pixabay.com

Die Folgen für den Online-Handel

Wer einen Onlineshop besitzt, für den wird es aufgrund dieser Entwicklung immer essenzieller, seine Seite so zu anzupassen, dass Kunden problemlos über ihre mobilen Endgeräte einkaufen können. Diese Notwendigkeit wurde bereits von der Mehrzahl erkannt: Mittlerweile sind immerhin fast 84 Prozent der deutschen Onlineshops mobil optimiert.

Um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen zu können, sollten Onlineshops genau beobachten, von wo aus ihre Kunden kaufen. Denn mit einem Blick auf die Verbreitung mobiler Geräte zeigt sich, dass Tablets meist einen genauso hohen Anteil an Verkaufszahlen haben wie Smartphones. Nur smartphonegerechte Seiten alleine reichen demnach nicht aus.

Quelle: pixabay.com

Apps als Zusatzangebot

Neben einer mobil optimierten Webseite kann es für große Shops auch Sinn machen, eine eigene App anzubieten. So eine App finden Kunden im Bereich Mode beispielsweise bei Shop-Aggregatoren wie LadenZeile und im Bereich Elektronik bei Fachhändlern wie Conrad.

Eine App erleichtert Kunden das Einkaufen, da sie speziell für mobile Bedürfnisse konzipiert wird und so meist übersichtlicher und einfacher zu bedienen ist. Apps sind für Kunden vor allem dann interessant, wenn sie einen zusätzlichen Mehrwert bieten, zum Beispiel:

  • Mit sogenannten Push-Nachrichten können sich Kunden über aktuelle Angebote und Rabattaktionen auf dem Laufenden halten.
  • Integrierte QR-Code-Scanner können als Verbindung zwischen online und offline dienen. So kann die App zum Beispiel zum Scannen von Rabattcodes auf Print- oder Plakatanzeigen genutzt werden.

Wachstumspotenzial

Mobil gekauft werden nach aktuellem Stand vor allem Kleidung, Bücher und Unterhaltungselektronik.
Großes Wachstumspotenzial sehen Experten allerdings eher in Segmenten wie Lebensmitteln, Möbeln und Heimwerkerprodukten, da dort die Anzahl der mobilen Einkäufe noch niedrig ist, aber ein potenzieller Markt durchaus vorhanden ist.

Generell können sich knapp 30 Prozent derer, die noch nie über ihr Smartphone eingekauft haben, vorstellen, dies in Zukunft zu tun. Das zeigt deutlich, dass der Markt noch längst nicht ausgeschöpft ist und der mobile Handel weiter zulegen wird.

ANZEIGE:

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

Ihr Kommentar zum Thema

Veröffentlicht am: