Hamburg – Das Mercedes-Benz Werk Hamburg geht einen weiteren Schritt bei der ressourcenschonenden Produktion: Ein neues Blockheizkraftwerk versorgt den Standort mit Energie und senkt den CO2-Ausstoß damit jährlich um rund 5.000 Tonnen. Den Startschuss für die Inbetriebnahme der neuen Anlage gaben Wolfgang Lenz, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Hamburg, und Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, im Beisein der Projektverantwortlichen.

„Das Mercedes-Benz Werk Hamburg steht nicht nur für nachhaltige Produkte, sondern auch für eine nachhaltige Produktion. Mit dem neuen Blockheizkraftwerk setzen wir unseren Weg beim Thema Umweltmanagement konsequent fort und ergänzen unser Energiekonzept am Standort um eine wichtige Komponente. Im Hamburger Werk engagieren wir uns seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Projekten und Aktivitäten für den Umweltschutz“, sagte Lenz bei der Einweihung. Das Blockheizkraftwerk deckt sowohl den Grundbedarf des Standortes an Wärme sowie Teile des Strombedarfs ab. Insgesamt investiert Daimler rund 5,7 Millionen Euro in die neue Anlage.

Quelle: Daimler AG

„Mercedes-Benz entwickelt sein Werk in Harburg zu einem wichtigen Standort für Elektromobilität. Das passt gut zu Hamburgs Engagement für die Energiewende, denn für die Zukunft der Mobilität kommt es in erster Linie auf die Antriebe an. Im Rahmen der UmweltPartnerschaft zwischen Senat und Unternehmen kümmert sich Mercedes-Benz auch intensiv darum, dass seine Produktion energieeffizienter, umwelt- und klimafreundlicher wird. Die Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks ist dafür ein wichtiger Schritt und ein positiver Beitrag für Hamburgs Klimabilanz“, so Jens Kerstan.

Die moderne Anlage arbeitet mit einem 16-Zylinder-V-Motor mit angeflanschtem Synchrongenerator sowie einem Wärmepufferspeicher mit 100.000 Litern Wasser und erreicht einen Wirkungsgrad von nahezu 90 Prozent. Durch die effiziente Energieerzeugung mit einer sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung wird der CO₂-Ausstoß im Mercedes-Benz Werk Hamburg um rund 5.000 Tonnen pro Jahr reduziert. Das Kraftwerk wurde in die bestehende Infrastruktur des Hamburger Werks integriert. Eine Rohrleitung stellt die Verbindung zum vorhandenen Kesselhaus dar. Mit einem Gewicht von rund 14 Tonnen und einer Feuerungsleistung von insgesamt 3,2 Megawatt könnte das neue Kraftwerk etwa 640 durchschnittliche Haushalte mit Wärme und Strom versorgen.

Erfolgreiches Umweltmanagement im Mercedes-Benz Werk Hamburg

Seit über 17 Jahren betreibt das Mercedes-Benz Werk Hamburg erfolgreiches Umweltmanagement und ist seit 2003 Gründungsmitglied der UmweltPartnerschaft Hamburg, eine Institution zur Förderung des freiwilligen betrieblichen Umweltschutzes. Um das freiwillige Engagement von Unternehmen für Biodiversität zu fördern, hat die Handelskammer Hamburg gemeinsam mit dem Landesverband Hamburg des Naturschutzbundes (NABU) sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Initiative “UnternehmensNatur” ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative sind zur Förderung der Biodiversität in Werk naturnah gestaltete Grünflächen und Biotope wie eine Wildblumenwiese sowie ein Kräutergarten entstanden. Als nächstes Projekt wird eine Streuobstwiese entstehen.

Im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung zur CO2-Reduzierung der Hamburger Industrie konnte das Mercedes-Benz Werk Hamburg im Jahr 2016 durch die Optimierung und Neubeschaffung energiesparsamer Fertigungsanlagen den CO2-Ausstoß um rund 1.500 Tonnen reduzieren. Durch kontinuierliche Modernisierung des Anlagenparks werden in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen zur CO2-Reduzierung umgesetzt. Im Werk sind außerdem seit 2014 flächendeckend wasser- und energiesparende Hybridkühltürme im Einsatz. Diese funktionieren im Sommer mit Wasser, im Winter ist Luft zur Kühlung ausreichend. Im Februar 2016 ist das Hamburger Werk der Luftgütepartnerschaft der Stadt Hamburg beigetreten, in der auf freiwilliger Basis ein gemeinsamer Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität erbracht wird.

Auch in den Büroräumen ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. So wurde seit dem Jahr 2005 der Anteil des Recyclingpapiers zum Kopieren auf über 70 Prozent gesteigert sowie der Verbrauch an Kopierpapier allgemein um mehr als 15 Tonnen pro Jahr reduziert.

Quelle: Daimler AG

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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