EnBW übernimmt den Betrieb von Schnellladesäulen für Elektroautos an Tank & Rast-Standorten im Südwesten und Süden Deutschlands

Bonn/Karlsruhe. Mit dem Elektroauto lange Strecken fahren in der Gewissheit, immer eine Ladesäule in Reichweite zu haben: Um das zu ermöglichen, arbeitet die Autobahn Tank & Rast Gruppe am Aufbau einer bundesweiten Ladeinfrastruktur. Zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) plant Tank & Rast, bis Ende 2017 möglichst an allen rund 400 Autobahnraststätten in ihrem Servicenetz moderne Schnellladesäulen für Elektroautos anzubieten.

Mehr als 100 Standorte von Tank & Rast sind bereits mit E-Ladestationen ausgestattet. Um das Ziel einer starken Verdichtung des Ladenetzes zu erreichen, haben sich die Tank & Rast und der Energieversorger EnBW sowohl für den Aufbau von weiteren Ladesäulen als auch deren späteren Betrieb in umfassender Weise zusammengeschlossen. Gemeinsam werden an über 100 Standorten je eine 50-Kilowatt-Schnellladesäule aufgebaut und bereits bei deren Errichtung für eine baldige Aufrüstung auf 150 kW-Technologie vorbereitet.

Für den reibungslosen Betrieb der Ladestationen entlang der Autobahnen im Südwesten und Süden Deutschlands ist in Zukunft überwiegend der Energieversorger EnBW verantwortlich. Schon heute betreibt die EnBW Schnellladesäulen für Elektroautos an 34 Tank & Rast-Standorten in Baden-Württemberg.

Entlang der wichtigsten Autobahnen: Verhelfen diese Schnellladesäulen für Elektroautos nun zum Durchbruch der eMobilität? Foto: EnBW.

Entlang der wichtigsten Autobahnen: Verhelfen diese Schnellladesäulen für Elektroautos nun zum Durchbruch der eMobilität? Foto: EnBW.

Bei den neuen Ladesäulen handelt es sich um sogenannte Multi-Charger, die je einen Anschluss für das Laden mit 50 Kilowatt sowie einen Anschluss für das Wechselstrom-Laden mit bis zu 43 kW bieten. Die Ladekabel verfügen über alle drei gängigen Steckertypen und sind fest an den Säulen angebracht – es entfällt also das Auspacken und Anstecken eines mitgebrachten Ladekabels an der Säule. Damit wird das Laden so einfach wie das konventionelle Tanken.

Die Ladesäulen werden zunächst mit einer Ladeleistung von 50 kW in Betrieb gehen. So kann man während einer kurzen Rast beispielsweise ein E-Fahrzeug mit einem Verbrauch von 15 Kilowattstunden (kWh) in weniger als zwanzig Minuten mit Energie für rund 100 Kilometer Weiterfahrt aufladen. Die technische Auslegung der Standorte und die installierte Anschlussleistung von bis zu 630 Kilovoltampere (kVA) erlauben jedoch eine Ladeleistung von 150 kW und mehr. Bereits 2018 sollen diese Standorte nach und nach mit dieser Ladeleistung aufgerüstet werden.

Auch das Bezahlen wird einfach und komfortabel: Bezahlt werden kann wie an den bisherigen Schnellladesäulen der EnBW nicht nur mit allen gängigen Ladekarten, sondern auch per App, über das Hubject-Bezahlportal intercharge direct oder durch Einstecken einer EC- oder Kreditkarte.

„Wir freuen uns, die bewährte Partnerschaft mit EnBW über Baden-Württemberg hinaus auszuweiten. Mit dieser Zusammenarbeit orientieren sich beide Unternehmen vorausschauend an künftigen Bedürfnissen ihrer Kunden, denn Strom wird zu einem neuen Kraftstoff auf deutschen Straßen. Die künftig von EnBW betriebenen Schnellladestandorte im Servicenetz von Tank & Rast sind Teil einer zügig wachsenden, bundesweiten E-Ladeinfrastruktur an Autobahnen. Diese leistet einen Beitrag zum Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland “, so Dr. Christian Rau, Direktor Tankstellengeschäft bei Tank & Rast.

„Mit dem Aufbau einer flächendeckenden Schnelllade-Infrastruktur an baden-württembergischen Autobahnraststätten haben wir gezeigt, dass wir in kurzer Zeit ein Hochleistungs-Ladenetz errichten und betreiben können. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit Tank & Rast jetzt den nächsten Schritt machen und die E-Mobilität noch einfacher und attraktiver gestalten können. Die neuen von uns betriebenen Ladesäulen an Tank & Rast-Standorten werden den Fahrern von E-Autos auch außerhalb Baden-Württembergs die Freiheit geben, jederzeit und schnell Energie nachzutanken“, erklärt Lars Walch, Leiter E-Mobilität bei der EnBW.

Vor allem an Tank & Rast-Standorten im Südwesten und Süden Deutschlands übernimmt die EnBW den Betrieb von Schnellladesäulen. Wenn alle im Rahmen der Partnerschaft geplanten zusätzlichen Schnellladesäulen für Elektroautos am Netz sind, wird die EnBW in Baden-Württemberg und darüber hinaus insgesamt an 119 Standorten im Servicenetz von Tank & Rast Ladesäulen betreiben.

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Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de in der Redaktion erreichbar.

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