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Daimler Trucks schickt vierten Hilfskonvoi zu Flüchtlingslagern in die Südtürkei

Stuttgart – Rund 250 Tonnen Hilfsgüter im Wert von etwa 1,25 Millionen Euro starten heute per Lkw vom Mercedes-Benz Zentralversandlager im Stuttgarter Neckarhafen ins knapp 4000 Kilometer entfernte Flüchtlings­lager im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Es ist bereits der vierte Hilfskonvoi für syrische Flüchtlinge, den Daimler Trucks und die Frankfurter Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ (LOG) seit 2013 organisieren. Daimler-Mitarbeiter spendeten für den vierten Hilfskonvoi 72 470 Euro, das Unternehmen verdoppelte die Flüchtlingshilfe auf 144 940 Euro.

Für die vier Hilfskonvois und die zwei Hilfsflüge haben Mitarbeiter und Unternehmen in Summe eine halbe Million Euro gespendet. Bei den vier Konvois und den zwei Hilfsflügen wurden rund 1000 Tonnen Hilfsgüter transportiert.

Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Bernhard hob dieses dauerhafte und verlässliche Engagement bei der Abfahrt des vierten Syrien-Hilfskonvois nochmals deutlich hervor: „Wir sind stolz auf das Engagement und die Spendenbereitschaft unserer Mitarbeiter. Wenn es darauf ankommt, reden wir nicht lange – wir packen an und helfen. Nun bereits mit dem Start des vierten Daimler-Syrien-Hilfskonvois.“

Hilfe direkt vor Ort für syrische Flüchtlinge

Wie bereits im vergangenen Jahr gab Dr. Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG für Trucks & Buses, persönlich das Startzeichen zur Abfahrt der neun Mercedes-Benz Lkws. Dabei wies er auf die weiterhin dramatische Situation in den Flüchtlingslagern hin: „Die Zahl der Menschen in türkischen Flüchtlingslagern ist auf 2,5 Millionen gestiegen und ein Ende der Not­situation ist nicht absehbar. Die Flüchtlinge harren dort unter teils menschenunwürdigen Bedingungen aus. Wir helfen ihnen dort, wo wir ihnen am besten helfen können: direkt vor Ort.“

Frank Franke, Präsident von Luftfahrt ohne Grenzen, schätzt die Lage in den Camps ähnlich ein: „Wir empfinden es als eine große Herausforderung der riesigen Zahl von Flüchtlingen, die erneut auf der Flucht vor Terror und Tod sind, zusammen mit der Daimler AG etwas Hoffnung zu geben. Unser Transport ins türkisch-syrische Grenzgebiet wird vielen Menschen dringend notwendige Hilfe sichern.“

Beim vierten Syrien-Hilfskonvoi unter dem Motto „Convoy of Hope“ bringen die Mercedes-Benz Trucks von LOG gesammelte Hilfsgüter für etwa 10 000 syrische Flüchtlinge ins türkische Lager. Ihre Ladung besteht aus Decken, winterfester Kleidung, Windeln und Matratzen.

Daimler Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard startet den vierten Hilfskonvoi an die türkisch-syrische Grenze (von links nach rechts: Nihat Pehlivanoglu, Fahrer Spedition Ekol, Sabine Fuchs, SOS-Kinderdörfer, Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, Frank Franke, Präsident und CEO Luftfahrt ohne Grenzen und Franz Longin, Margarete Müller-Bull Stiftung). Quelle: Daimler AG
Daimler Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard startet den vierten Hilfskonvoi an die türkisch-syrische Grenze (von links nach rechts: Nihat Pehlivanoglu, Fahrer Spedition Ekol, Sabine Fuchs, SOS-Kinderdörfer, Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, Frank Franke, Präsident und CEO Luftfahrt ohne Grenzen und Franz Longin, Margarete Müller-Bull Stiftung). Quelle: Daimler AG

Gespendete Ambulanzfahrzeuge retten jährlich mehrere tausend Menschen

Ein Actros-Truck liefert besonders wertvolle Hilfe ins türkisch-syrische Grenzgebiet: Zwei Ambulanzfahrzeuge, darunter ein Mercedes-Benz Sprinter 318 CDI Krankenwagen. Damit wurden seit Beginn der Hilfskonvois insgesamt neun Rettungswagen gespendet. Sie werden nicht nur in den türkischen Flüchtlingslagern eingesetzt, sondern sind auch grenzüber­schreitend unterwegs, um kranke, geschwächte und durch den Krieg verletzte Menschen in Krankenhäuser zu fahren. Pro Tag ist jeder Rettungswagen durchschnittlich zweimal im Einsatz. Das heißt, pro Jahr rettet diese Ambulanz-Flotte mehrere tausend Menschen.

SOS-Kinderdörfer weltweit: Erstmals beim Syrienhilfskonvoi dabei

Zu den Partnern des vierten Syrien-Hilfskonvois zählen neben Daimler Trucks und LOG erstmals auch die SOS-Kinderdörfer weltweit. Die gesammelten Spenden des über 60 Jahre alten Vereins transportiert einer der neun Mercedes-Benz Trucks zu SOS-Kinderdörfern in Serbien und Mazedonien. Diese Spenden bestehen aus Spielwaren für Flüchtlingskinder, darunter Bastelmaterialien, Buntstifte, Malblöcke und kleine Rucksäcke, sowie lebensnotwendige Decken für die kalte Jahreszeit.
Mit Spielen, Malen und einer geschützten Umgebung kann laut Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit, für traumatisierte Flüchtlingskinder eine kurze Zeit der Unbeschwertheit geschaffen werden. So können sich die Kinder seelisch wieder ein bisschen aufrichten.

Neun Actros Sattelzüge auf der 4000 Kilometer Tour

Die Sattelauflieger mit 250 Tonnen Hilfsgütern werden von neun Actros 1845 LS gezogen. Diese Sattelzugmaschinen schöpfen ihre Kraft aus einem 12,8 Liter großen Reihensechszylinder-Dieselmotor mit 330 kW/449 PS. Begleitet werden sie von drei Team-Fahrzeugen – zwei Mercedes-Benz Vito und ein Unimog. Der U 4000 mit Doppelkabine dient als Service- und Bergefahrzeug. Die legendären Unimog haben sich seit Jahrzehnten in Notstandsgebieten auf allen Kontinenten der Welt bewährt.

Die 18-Tonner werden von Mercedes-Benz CharterWay bereitgestellt. Seit 1992 bietet das Unternehmen Dienstleistungen und Mobilität rund um die Beschaffung, den Service und das Management von Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen – alles aus einer Hand.

Die Lkw von CharterWay sind mit dem Telematiksystem FleetBoard ausgestattet, welches eine verbrauchs- und verschleißreduzierende Fahrweise ermöglicht. Außerdem sind sie serienmäßig mit der Schalt­automatik Mercedes PowerShift 3, den Sicherheits- und Assistenzsystemen Active Brake Assist 3 und Aufmerksamkeitsassistent ausgestattet.

So garantieren die Actros-Fahrzeuge nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit, sondern auch Effizienz auf der langen Reise in die Südtürkei. Die Strecke führt sie von Deutschland durch Österreich über das mittlere Osteuropa, Ungarn, Rumänien und Bulgarien an die türkische Grenze. In Istanbul gelangt der Konvoi auf die asiatische Seite und führt am türkischen Mercedes-Benz Lkw-Werk Aksaray vorbei. Nach einer Strecke von knapp 4000 Kilometern werden sie in den Flüchtlingslagern in der Südtürkei an der türkisch-syrischen Grenze erwartet.

Dauerhafte und verlässliche Hilfe für Syrienflüchtlinge

Seit drei Jahren organisiert Daimler zusammen mit LOG Hilfstransporte in syrische Flüchtlingslager in der Türkei. Der erste Daimler-Syrien-Hilfskonvoi wurde am 20. September 2013, dem Weltkindertag, vom Stuttgarter Konzern ins türkisch-syrische Grenzgebiet geschickt.

Für einen zweiten Hilfskonvoi für Syrien-Flüchtlinge starteten Ende 2013 Daimler-Mitarbeiter eine Spendenaktion. Dabei sammelte die Belegschaft 52 870 Euro ein, die das Unternehmen verdoppelte. So konnte am 10. Dezember 2013 erneut der zweite Konvoi in die Flüchtlingsgebiete aufbrechen, den Daimler mit Hilfsgütern im Wert von insgesamt 105 740 Euro unterstützte.

Dieses Mal für Hilfe per Luftfracht, erfolgte eine weitere Daimler-Spendenaktion rund ein Jahr später: Die Mitarbeiter spendeten 121 073 Euro und Daimler gab nochmal 125 000 Euro dazu. Mit der Spende von insgesamt 246 000 Euro ließen sich zwei Frachtflugzeuge mit Hilfsgütern chartern, die am 19. Dezember 2014 und am 30. Januar 2015 nach Erbil im Nordirak starteten.

Der dritte Daimler-Syrien-Hilfskonvoi – unter dem Stichwort „Wings on Wheels – Convoy of Hope 2015“ – verließ am 22. Juni 2015 mit acht Actros Sattelzügen mit 120 Tonnen Hilfsgütern das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim in Richtung türkisch-syrische Grenze. Sie transportierten Zelte, Decken, Kleider und Schuhe – dringend benötigte Hilfe für die Flüchtlinge in den türkischen Lagern.

Quelle: Daimler AG

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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