Bewerbungsphase bei der ZFH hat begonnen – Studium auch ohne Abitur möglich

Koblenz – Wer im Job den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erklimmen möchte, wer nach ersten Jahren Berufserfahrung sein Profil ausbauen möchte, um etwa eine Führungsposition zu übernehmen oder wer sein technisches Wissen auf den neuesten Stand bringen möchte: Die Gründe sich weiterzuqualizieren sind vielfältig. Lebensbegleitendes Lernen oder Lifelong Learning ist schon fast ein Muss in der heutigen Berufswelt.

Auch ohne Abitur zum Bachelor

Ein Fernstudium bietet dabei gerade für Berufstätige eine ideale Form der Weiterbildung: Weitestgehend zeit- und ortsunabhängig qualifizieren sie sich weiter, bleiben dabei berufstätig und verdienen weiterhin Geld. Die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen bietet in Kooperation mit Hochschulen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland über 70 Fernstudienangebote in wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen sowie technischen Fachbereichen an. Was viele noch nicht wissen: Inzwischen ist es in vielen Fällen möglich, auch ohne Abitur zu studieren. In Rheinland-Pfalz können beispielsweise Studieninteressenten mit beruflicher Qualifikation, etwa einer Ausbildung mit einer Abschlussnote von 2,5 oder besser und anschließender zweijähriger Berufspraxis zu allen Studiengängen an Fachhochschulen zugelassen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist sogar ein Masterstudium ohne Abitur und Erststudium realisierbar. So hat Tobias Rasch am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz das MBA-Fernstudienprogramm absolviert: “Als staatlich geprüfter Elektrotechniker habe ich zunächst bei der IHK in Koblenz eine Weiterbildung zum technischen Betriebswirt absolviert. Die Aussicht auf einen akademischen Grad mit international anerkanntem Titel hat mich anschließend noch für das berufsbegleitende MBA-Studium motiviert. Das fehlende Abitur macht sich eventuell im Bereich der Mathematik bemerkbar – doch Berufsausbildung, Lebens- und Berufserfahrung sowie eine starke Motivation sind ausschlaggebend für das Erreichen des Ziels”, so Rasch. „Das Studium erweitert mein Blickfeld im täglichen Arbeitsleben und macht viele Dinge verständlicher. Trotz Herausforderung – auch für das private Umfeld – habe ich meine Entscheidung nicht bereut.” Rasch ist nach Ablegung einer Eignungsprüfung – ohne vorheriges Bachelorstudium – ins Masterstudium eingestiegen.

Im ZFH-Fernstudienverbund studieren inzwischen zahlreiche beruflich Qualifizierte. Die Hochschule Aschaffenburg bietet in Kooperation mit der ZFH das Bachelor-Fernstudium Elektro- und Informationstechnik an. Es richtet sich vorwiegend an technisches Personal mit abgeschlossener Berufsausbildung beispielsweise an Facharbeiter, Meister und Techniker, die sich aka­demisch weiterbilden möchten. An der Hochschule Darmstadt gibt es das Projekt ‚Meister zum Master’ das zum Master of Science in Elektrotechnik führt. Die Hochschule Trier führt den Masterfernstudiengang Informatik für Quereinsteiger an. Dies sind nur weinge Beispiele des vielfältigen Fernstudienangebots, das in den meisten Fällen Möglichkeiten für beruflich Qualifizierte bietet.

Die Fernstudiengänge sind besonders auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studierenden zugeschnitten und zeichnen sich durch besondere Flexibilität aus. Eine intensive Betreuung auch in der Selbststudienphase stellt den Studienerfolg sicher. Flexibilität besteht im Hinblick auf die Präsenzveranstaltungen, die oft freiwillig sind. Sollte die Arbeitsbelastung einmal höher sein, gibt es flexible Lösungen bezüglich der Prüfungen, es können Urlaubs- oder Wiederholungssemester eingelegt werden.

Quelle: ZFH

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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