Neues Jahr, neues Glück: Viele Bundesbürger fassen nicht nur gute Vorsätze in Sachen Gesundheit, sondern wollen auch im Beruf noch einmal durchstarten oder sich zumindest neu orientieren. Unser Special beschäftigt sich mit drei interessanten Themen aus der modernen Arbeitswelt: Wie komme ich als Absolvent zu einem der begehrten Jobs in einem deutschen Großunternehmen, welche Rolle spielt die Personaldienstleistung heute in der Personalplanung von Firmen und was muss man bei einer nebenberuflichen Existenzgründung beachten? In einem vierten Abschnitt geht es schließlich noch um die Rolle, die das E-Learning heute im Bereich Weiterbildung spielt.

Foto: djd/Lsantilli - Fotolia.com

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Richtig in den Job einsteigen: Wie man in großen Unternehmen Karriere macht

Bei vielen deutschen Topunternehmen stehen die Chancen für Bewerber derzeit gut: Diese Firmen müssen sich in Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels um qualifizierte Mitarbeiter bemühen. Das gilt vor allem für die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Allerdings müssen Schulabgänger, angehende Studierende sowie Absolventen bestimmte fachliche Voraussetzungen mitbringen, um die Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten der Unternehmen nutzen zu können. Professor Dr. Wolfgang Jäger, Sprecher des Jobportals JobStairs und BWL-Professor an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, weist in diesem Zusammenhang auf das duale Studium, also die Verbindung zwischen Ausbildung und Studium, hin: “Viele Unternehmen, die mit JobStairs zusammenarbeiten, haben eine solche Kombi im Angebot – sicherlich nicht der schlechteste Weg.” Auf der Suche nach dem passenden Arbeitgeber kann man sich laut Jäger bei der Bundesagentur für Arbeit oder bei den IHKs sowie bei den Handwerkskammern informieren. Zudem seien Unternehmensprofile auf den Plattformen der Jobportale hinterlegt und teilweise mit Videos ergänzt. “Darüber hinaus halten alle diese Unternehmen ausführliche Informationen auf ihren jeweiligen Karriere-Websites bereit”, so Professor Jäger.

Personaldienstleistung: Attraktiv für Unternehmen und Bewerber

Für viele deutsche Firmen ist die Personaldienstleistung zu einem unverzichtbaren Instrument der Personalplanung geworden. “Die Unternehmen werden heute mit einem globalen Wettbewerbsdruck und hoher Veränderungsdynamik konfrontiert, besonders bei starken konjunkturellen Schwankungen. Langfristige Planbarkeit im Produktions- und damit auch im Personalbereich erweist sich als immer schwieriger”, betont Petra Timm, Pressesprecherin bei Randstad, Deutschlands führendem Personaldienstleister. Zeitarbeit, so Timm, biete den Firmen in diesem Umfeld die dringend notwendige Flexibilität. Auftragsspitzen ließen sich beispielsweise flexibler und schneller bewältigen, ein Engpass im Personalbereich könne durch geeignete Mitarbeiter überwunden werden.

Auf der anderen Seite stellen auch Bewerber zunehmend fest, dass Personaldienstleistung mehr als Zeitarbeit ist. “Die beruflichen Perspektiven erstrecken sich von klassischer Arbeitnehmerüberlassung mit wechselnden Einsätzen bei verschiedenen Kundenunternehmen bis etwa zur Vermittlung in eine Direktanstellung bei einer Firma”, erläutert Petra Timm. Viele Arbeitnehmer, etwa Berufsanfänger, würden ganz bewusst nach innovativen, abwechslungsreichen Beschäftigungsmodellen, Projektarbeit und flexiblen Arbeitsformen suchen. Diese Bewerber seien mobil und möchten Berufserfahrung in verschiedenen Branchen sammeln. “Auch Wiedereinsteigern nach einer Arbeitspause bietet die Zeitarbeit vielfältige Möglichkeiten”, betont Timm.

Boom bei nebenberuflichen Existenzgründungen

Immer mehr Existenzgründer machen sich mit einer nebenberuflichen Tätigkeit auf den Weg in die Selbstständigkeit. Wie bei einer Vollerwerbsgründung gibt es auch dabei vieles zu berücksichtigen: Ein realistischer Businessplan gehört ebenso dazu wie eine solide Finanzierungsgrundlage, um einen erfolgreichen Start zu schaffen. Wenn nicht genügend Kapital vorhanden ist, können Gründer über ihre Hausbank beispielsweise auch auf die Programme der KfW zurückgreifen. Voraussetzung ist, dass der Nebenerwerb innerhalb von vier Jahren zum Vollerwerb ausgebaut wird. Interessant für Nebenberufsgründer mit kleinerem Kapitalbedarf im Dienstleistungssektor oder im Handwerk ist etwa der “ERP-Gründerkredit-StartGeld”. Mehr Informationen zu den Voraussetzungen und Konditionen gibt es unter www.kfw.de/gruenden. Bis zu 100.000 Euro lassen sich darüber zu günstigen Zinskonditionen finanzieren.

Steuer- und Rechnungswesen: E-Learning als sinnvolle Ergänzung zu Präsenzkursen

Mit einer konsequenten beruflichen Weiterbildung kann man heute vor allem im Finanz- und Rechnungswesen Karriere machen. Denn der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist groß – und wird angesichts des demografischen Wandels weiter steigen. “Wer bereits im Steuer- und Rechnungswesen aktiv war und sein Wissen auf den neuesten Stand bringt, hat beste Karrierechancen”, betont Oliver Schönfeld vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Die besten Lernergebnisse ließen sich oft durch den kombinierten Einsatz von klassischen Präsenzseminaren und elektronischem Know-how-Transfer via Internet oder Intranet erzielen. Sowohl für Berufstätige als auch für Wiedereinsteiger gibt es beispielsweise ein spezielles E-Learning-Angebot der Steuer-Fachschule Dr. Endriss. Es ergänzt die in vielen Städten durchgeführten Präsenzveranstaltungen. Unter www.endriss.de gibt es alle weiteren Informationen.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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