Im deutschen Mittelstand prägt aktuell kein anderer Begriff die Veränderung der Arbeitswelt so stark, wie das “Buzzword” Industrie 4.0 – mit diesen teilweise sehr starken Veränderungen der Arbeitsabläufe ändern sich auch die Aspekte der Mitarbeitergesundheit, die wir in unserem heutigen Fachartikel näher beleuchten wollen …

Industrie 4.0 sorgt für mehr Produktivität im deutschen Mittelstand. Foto: Liviawong / Pixabay

Industrie 4.0 sorgt für mehr Produktivität im deutschen Mittelstand. Foto: Liviawong / Pixabay

Digitalisierung und die Industrie 4.0

In den letzten 20 Jahren hat sich das Erscheinungsbild des typischen deutschen Unternehmens sehr stark gewandelt. Waren zu Anfangs CAD/CAM noch als Insellösungen zu finden und von der sonstigen Unternehmenskommunikation getrennt, so sieht man heute in hochmodernen Produktionshallen und Unternehmensverwaltungen überall nur noch vernetzte Software, Produktionsmaschinen und auch immer mehr Roboter. Der Geschäftsführer im deutschen Mittelstand ist mit all diesen Dingen an jedem Punkt auf diesem Planeten ebenfalls vernetzt. Er kann auf die Produktionsdaten und die aktuelle Auftragslage jederzeit in Echtzeit via Smartphone zurückgreifen und so in aktuellen Verhandlungen mit potentiellen Kunden und Lieferanten auf Basis dieser Daten sehr schnelle und fundierte Entscheidungen treffen. Im Mittelstand spricht man dann von Industrie 4.0 oder von einer perfekten Digitalstrategie.

Industrie 4.0 revolutioniert aber auch die Arbeitswelt

Die Industrie 4.0 veränderte entsprechend die Arbeitswelt. Weniger Mitarbeiter werden für mehr Produktivität gebraucht. Die HR-Aktivitäten konzentrieren sich entsprechend auf hochqualitatives Personal. Auf die neuen Arbeitsprozesse qualifiziertes Personal wird entsprechend gesucht oder branchennahe Fachkräfte für den Einsatz im eigenen Betrieb Qualifiziert. Die Führungsetagen wissen heute, wie wichtig ein fokussierter Überblick in diesen digitalen Zeiten ist und wichtig es ist alle Coaching-Methoden zu kennen.

Bei all diesen Produktivitätssteigerungen und Optimierungsmaßnahmen darf aber der Mitarbeiter als Individuum und organisches Wesen nicht aus den Augen verloren werden. Gerade die Mitarbeitergesundheit ist aufgrund der gestiegenen Prozessfrequenz und veränderten körperlichen Belastungen ein wichtiger Punkt, der in Zeiten von Industrie 4.0 unter die Lupe genommen werden muss – vor allem gesundes Sitzen.

Tendenziell nimmt die Digitalisierung und immer perfekter abgestimmte Automatisierung dem Menschen sehr viel Arbeit ab bzw. erleichtert dem Menschen die Arbeit. Der klassische Fließbandmitarbeiter ist aktuell ja eine “aussterbende Spezies”. Selbstverständlich gibt es heute und auch in Zukunft immer wieder Tätigkeiten, die Maschinen nicht überblicken und abfertigen können. Oft ist der Mensch in diesem Arbeitsprozess die “letzte Instanz”, die Entscheidungen treffen muss. Hohe Konzentration ist selbst bei vermeintlich einfacher Arbeit gefragt. Da wo früher 40 Mitarbeiter standen, stehen – oder sitzen – heute oft nur ein bis vier Arbeitskräfte. Diese müssen dann mehrere Fließbänder im Auge haben, wo in früheren Zeiten keine Maschinen die Hauptarbeit abnahmen.

Entsprechend stellt diese veränderte Tätigkeit auch neue Anforderungen an die Mitarbeitergesundheit und das Arbeitsinventar. Aufgrund der geringeren Mitarbeiter-Masse ist es entsprechend um so wichtiger, dass das vorhandene Personal keine gesundheitlichen Probleme bekommt.

Arbeitsstühle bei einer sitzenden Tätigkeit sollten entsprechend in den Mittelpunkt der Anschaffungsplanungen rücken. Jedes Arbeitsumfeld hat seine ganz eigenen Anforderungen. Für die unterschiedlichsten Anwendungen gibt es unterschiedliche ergonomische Produktionsarbeitsplätze in Form von Spezialstühlen.

In der Industrie 4.0 kann es sogar vorkommen, dass für einen Mitarbeiter mehrere Arbeitsplätze definiert und ausgestattet werden müssen. War es früher sehr oft so, dass einem Mitarbeiter ein einzelner monotoner Produktionsarbeitsplatz zugeteilt wurde, so ist es heute keine Seltenheit, dass dieser Mitarbeiter zwischen mehreren Produktionsschritten umhergeht und dann im Bedarfsfall einspringen muss. Dabei hat jede Tätigkeit einen eigenen Bewegungsablauf. Entsprechend wichtig ist, dass genau diese Bewegungsabläufe bei der Anschaffung von hochwertigen Arbeitsstühlen berücksichtigt werden und die langfristigen Folgen bei der Thematik Mitarbeitergesundheit im Fokus bleibt. Oft spiegelt sich der Einsatz von ergonomischem Inventar in einer hohen Mitarbeitermotivation wieder.

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Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de in der Redaktion erreichbar.
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