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Woher kommt mein Gold? Anlagebarren aus Recyclingproduktion

Rheinstetten – Gold in Form von Schmuck oder als Anlage steht immer wieder in der öffentlichen Kritik. „Denn teilweise stammt die Ware aus Krisenregionen oder daran angrenzenden Ländern. Und oftmals werden beim Abbau weder Menschenrechte beachtet noch Sicherheitsvorschriften eingehalten“, weiß Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG. „Im Gegensatz zur Elektroindustrie, wo es schon seit Längerem strenge Vorschriften für Lieferanten gibt und ausschließlich sogenanntes konfliktfreies Edelmetall für die Weiterverarbeitung infrage kommt, stehen für Anlageprodukte noch keine festgesetzten Richtlinien bereit.“ Seit 2008 gibt es jedoch mit der cfsi (conflict-free sourcing initiative) eine Initiative, die auf Grundlage streng überwachter Kriterien Hersteller als konfliktfreie Goldaufarbeiter auszeichnet.

Bildquelle: ESG www.scheideanstalt.de - Geschaeftsfuehrer Dominik Lochmann
Bildquelle: ESG www.scheideanstalt.de – Geschaeftsfuehrer Dominik Lochmann

Konfliktfreie Aufarbeitung von Recyclinggold

Beim Kauf von Barren, Münzen oder CombiBars informieren sich Verbraucher zunehmend über die Herkunft des verwendeten Goldes. Problem: Nicht bei allen Waren lässt sich die Lieferkette bis zum Ursprung zurückverfolgen. „Um Käufern zumindest die Herstellung ihres Goldes möglichst transparent darzustellen, arbeiten wir beispielsweise mit dem cfsi-zertifizierten Barrenproduzenten Heimerle & Meule zusammen“, betont Edelmetallexperte Dominik Lochmann. „Für alle Barren, die das ESG-Logo oder jenes von Heimerle & Meule tragen, können wir die Herstellungskette daher sauber nachweisen. Denn wir verwenden dafür ausschließlich und selbstverpflichtend Recyclinggold, das aus dem Einschmelzen von altem Schmuck, Zahngold und zerkratzten Münzen oder Barren sowie aus der Aufarbeitung von Elektroschrott entsteht.“ Kaufen Kunden solche Goldanlagen, können sie sicher sein, dass diese nicht aus dem Import von Minengold stammen. Es handelt sich also um Recyclinggold, das konfliktfrei aufgearbeitet wurde.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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