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Frauen verantworten jährlich 291 Milliarden US-Dollar an Rücküberweisungen

FRANKFURT/ ENGLEWOOD – Anlässlich des diesjährigen Internationalen Weltfrauentages am 8. März betont Western Union, einer der führenden Anbieter internationaler Zahlungsdienstleistungen, den ökonomischen Einfluss der Migrantinnen auf die Weltwirtschaft und die Wirtschaftssysteme ihrer Heimatländer.

Quelle: Western Union
Quelle: Western Union

Weltweit machen Frauen knapp die Hälfte aller Migranten aus und senden dabei die gleiche Menge an Geld in ihre Heimatstaaten wie Männer – nach Schätzungen der Weltbank verantworten Frauen damit die Hälfte (291 Milliarden US-Dollar) der jährlich weltweit versandten 582 Milliarden US-Dollar an Rücküberweisungen. Frauen zeigen sich allerdings sozialer und geben prozentual einen größeren Anteil ihrer Gehälter ab als Männer. Sie senden zwar insgesamt eher geringere Beträge, dafür überweisen sie regelmäßiger und über längere Zeiträume Geld.

Empfänger von Rücküberweisungen sind überwiegend Frauen

Sowohl männliche als auch weibliche Migranten senden ihr Geld überwiegend an Frauen und unterstreichen damit deren Bedeutung als Haushalts- und Finanzmanager. Studien zeigen, dass weibliche Sender und Empfänger Rücküberweisungen so einsetzen, dass sie unmittelbar dem Wohl der Familie zugutekommen – zum Beispiel Ausgaben für Nahrung, Bildung, Gesundheit und Unterkunft sowie Ersparnisse. Demgegenüber tendieren Männer eher dazu, Geld für Konsumgüter auszugeben, so die Analyse von Western Union.

Heute sind knapp 51 Prozent aller Kunden von Western Union, die Geldtransfers über Ländergrenzen hinweg tätigen, Frauen. „Frauen sind nicht länger nur Randfiguren im Wirtschaftskosmos Migration, sondern haben heute eine Rolle als Entscheiderinnen und unentbehrliche finanzielle Unterstützerinnen ihrer Familien und Gemeinden inne“, sagt Herbert Seitner, Regional Vice President Central Europe bei Western Union.

Deutschland: Mehr Frauen als Männer haben ein Konto

„Frauen nutzen in zunehmendem Maße Banken, um Geld zu senden und zu empfangen“, fügt Seitner hinzu. „Dennoch bevorzugt die Mehrheit der Western Union Kunden immer noch Bargeld für viele Geldtransfers.” Laut der Weltbank haben weltweit 46,6 Prozent aller Frauen ein Konto bei einem offiziellen Finanzinstitut (gegenüber 54,5 Prozent der Männer). In Entwicklungsländern haben nur 32,3 Prozent der Frauen und 40,3 Prozent der Männer ein Konto – in Deutschland sind es umgekehrt etwas mehr Frauen (98,7 Prozent) als Männer (97,7 Prozent). Damit liegt Deutschland über dem Durchschnitt der Euro-Staaten, wo knapp 89 Prozent aller Frauen und 92,5 Prozent der Männer ein Konto haben.

Die Weltbank hat weiterhin herausgefunden, dass sich der Anteil von Frauen, die Geld senden und empfangen, dem von Männern immer mehr annähert. Knapp sieben Prozent aller Frauen nutzen ihre Konten, um Rücküberweisungen zu empfangen (Männer: 7,6 Prozent) und sechs Prozent der Frauen senden Geld von ihrem Konto (gegenüber acht Prozent der Männer).

„Damit Frauen an der weltweiten Wirtschaft noch erfolgreicher partizipieren können, benötigen sie besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen und Finanzbildung, gerade mit Blick auf neue und mobile Technologien“, so Seitner. „Global sind der öffentliche und der private Sektor dazu verpflichtet, Frauen hier noch stärker einzubinden. Western Union bietet weltweit Rücküberweisungs- und Bezahldienstleistungen für Kunden, sowohl mit vollem als auch eingeschränktem oder keinem Kontozugang. Internationaler Zahlungsverkehr für kleine und mittlere Unternehmen stellt damit kein Problem dar, was vor allem auch Frauen zugutekommt, die sich oft als Kleinunternehmerinnen engagieren“, erklärt Seitner abschließend.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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