Passau – Die ETERNA Mode Holding GmbH, traditionsreicher und innovativer Hemden- und Blusenhersteller mit einer der führenden Hemdenmarken in Deutschland, veröffentlicht heute den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Demnach steigerte ETERNA die Umsatzerlöse um 0,3% auf 97,6 Mio. EUR im Vergleich zu 97,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das Inlandsgeschäft konnte im Berichtszeitraum um 1,9% zulegen und liegt damit deutlich über der Marktentwicklung in Deutschland. Wachstumstreiber sind vor allem die eigenkontrollierten Flächen, mit denen ETERNA ein hohes einstelliges like for like Plus trotz generellem Frequenzrückgang im Handel generierte. So konnte im eigenen Retail ein like for like Plus von 7,5% erreicht werden. Diese sehr positive Entwicklung konnte die Umsatzrückgänge von 3,7% im Exportgeschäft, die auf die schwierigen Marktbedingungen im Russland- und Ukrainegeschäft zurückzuführen sind, somit überkompensieren. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs in 2015 damit überproportional um 1,2% auf 11,2 Mio. EUR (2014: 11,0 Mio. EUR). ETERNA verfügt damit weiterhin über eine im Branchenvergleich hohe EBITDA-Marge von 11,4% (2014: 11,3%).

Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der ETERNA Mode Holding GmbH, kommentiert die Gesamtentwicklung: „Im Geschäftsjahr 2015 waren die herausfordernden Marktbedingungen auch für ETERNA deutlich spürbar. Mit der Vertikalisierung der Wertschöpfungskette, der Modernisierung der Kollektion und dem neuen Markenauftritt haben wir die Herausforderungen aber insgesamt gut gemeistert – und einen Rekordumsatz deutlich über Marktentwicklung erzielt. Mit einer EBITDA-Marge von 11,4% konnten wir zudem unsere Profitabilität sogar überproportional steigern und damit eine solide Grundlage für die weitere Schuldendienstfähigkeit des Unternehmens schaffen. Dies ist auch auf den ganzheitlichen Markenrelaunch zurückzuführen, dessen Erfolg sich im starken Schlussquartal widerspiegelt und die Basis für weiteres profitables Wachstum bildet. Durch weitere Investitionen in unsere Marke und Produkte werden wir uns kontinuierlich auf neue Marktgegebenheiten einstellen und die Wettbewerbsfähigkeit von ETERNA stärken. Ich bin zuversichtlich, dass sich dies nachhaltig auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken wird.“

Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 2,1 Mio. EUR und liegen damit um 1,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch hohe einmalige Aufwendungen z. B. für den Markenrelaunch sowie durch eine Lieferterminverschiebung, die sich auch auf die Bestandsveränderung auswirkte. Die auf Wachstum ausgelegten Investitionen in strategisch wichtige Kanäle liegen zudem um ca. 0,1 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Der Free Cashflow betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2015 0,4 Mio. EUR (31.12.2014: 3,0 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung konnte ETERNA somit in 2015 um 0,7 Mio. EUR (-1,3%) reduzieren. Damit verringerte sich die Nettoverschuldung im Zeitraum zwischen Januar 2013 und Dezember 2015 um 7,3 Mio. EUR (-12,5%). Das wirtschaftliche Eigenkapital von ETERNA betrug 10,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015 (31.12.2014: 16,1 Mio. EUR), was einer Eigenkapitalquote von 14,5% entspricht.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Betriebsleistung auf 99,1 Mio. EUR gesteigert werden (2014: 97,0 Mio. EUR). Der Materialaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 50,3 Mio. EUR (2014: 48,5 Mio. EUR), woraus eine Materialaufwandsquote von 50,8% resultierte. Zur Realisierung künftigen Wachstums hat ETERNA zudem in die Eröffnung neuer Stores, in den Ausbau der Vertriebsmaßnahmen sowie die Verstärkung des Design- und Produktentwicklungsteams investiert. Entsprechend erhöhte sich der Personalaufwand um 4,1% auf 23,1 Mio. EUR (2014: 22,2 Mio. EUR). Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von -5,5 Mio. EUR (2014: -4,8 Mio. EUR) ist im Wesentlichen durch die planmäßige aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 6,4 Mio. EUR geprägt, der 2006 im Rahmen eines Leveraged-Buyout angesetzt wurde, sowie durch hohe einmalige Aufwendungen z. B. für den Markenrenlaunch. Bereinigt um die planmäßige Firmenwertabschreibung resultiert ein positives Konzernergebnis von 0,9 Mio. EUR.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 zeigt sich Henning Gerbaulet optimistisch: „Nach der erfolgreichen Modernisierung der Sortimente in den letzten zwei Jahren erstrahlt nun auch unsere Traditionsmarke wieder in zeitlos modernem Glanz, womit wir uns für das Geschäftsjahr 2016 gut gerüstet sehen. Im Zuge der konsequenten Umsetzung unserer Strategie werden wir weitere Impulse setzen, um die Profitabilität auch im dritten Jahr in Folge zu steigern und den Herausforderungen des Marktes mit Erfolg entgegenzutreten. Da unsere strategischen Maßnahmen sowie der Markenrelaunch im vergangenen Geschäftsjahr bereits positive Effekte gezeigt haben, erwarten wir ein einstelliges Umsatzwachstum und ein überproportionales Ergebniswachstum für das Geschäftsjahr 2016.

Quelle: cometis AG

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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