Finanzen

Demokonto für Aktien – Sinnvoll oder Zeitverschwendung?

Die Corona-Krise veranlasst viele Menschen dazu sich vielleicht zum ersten Mal mit dem Thema Aktienhandel zu beschäftigen. Immerhin sind viele Kurse eingebrochen und die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mit Ende der Pandemie bzw. den Einschränkungen in vielen Bereichen der Wirtschaft, diese wieder zu alter Stärke finden werden.

Allerdings birgt der unbedarfte Einstieg auch ein Risiko Geld zu verlieren. Nicht nur durch eine falsche Investition, sondern auch durch mangelnde praktische Erfahrung in Bezug auf Funktion, Kosten und Umsetzung. 
Viele wollen dem vorbeugen, indem sie zunächst in einem Demokonto für Aktien erste Schritte unternehmen. Doch macht die Nutzung eines Aktien Demokontos überhaupt Sinn und hilft es zur Vorbereitung auf den Echtgeldhandel? Diesen Fragen wollen wir im Folgenden nachgehen.

Aktienspiel vs. Demokonto

Prinzipiell sollte man einmal eine Unterscheidung zwischen dem Aktien Demokonto eines Brokers und einem Börsen- bzw. Aktienspiel treffen. Die Unterschiede können in vielen Bereichen liegen. Zuerst muss man wissen, dass sich Börsenspiele nie als wirkliche Vorbereitung auf den Handel mit echtem Geld eignen. Im Gegenzug klappt es aber auch nicht mit jedem beliebigen Aktien Demokonto.
Während Börsenspiele immer entweder sogenannte „historische Kurse“ (Kurse von letzter Woche, letztem Monat, letztem Jahr) oder eigene Kurse, die von einer Software erstellt werden, verwenden, besteht bei einem Aktien Demokonto zumindest die Chance, dass hier die aktuellen Börsenkurse eingespielt werden. Das muss aber nicht der Fall sein, weswegen man darauf immer sein Augenmerk legen sollte.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Börsenspiele keine Gebühren für den Kauf und Verkauf verrechnen. Das ist aber wichtig zur Vorbereitung auf den Handel mit echtem Geld, da diese Gebühren ja erst einmal wettgemacht werden müssen, bevor man in die Gewinnzone rutscht. Ebenso berücksichtigen die Aktienspiele keine Dividendenausschüttungen, worauf viele Trader mit ihren Anlagestrategien aber vorwiegend abzielen.
In Bezug auf die Demokonten von Brokern empfiehlt die Infoseite aktien-demokonto.de auch darauf zu achten, ob diese ohne zeitliche Einschränkung genutzt werden können. Viele Broker bieten ihre Demokonten nämlich nur für einen Testzeitraum an und fordern nach dessen Ablauf eine Registrierung, damit man dieses weiternutzen kann. Bei einem Börsenspiel stellt sich dieses Problem normalerweise nicht, da sich dahinter kein Mittel zur Kundenakquise verbirgt, sondern diese sich über Werbung finanzieren.

Für Anfänger ein Muss!

Egal, ob es um den Handel mit Aktien, Rohstoffen, Währungen, Optionen oder anderem geht; kein Anfänger sollte sich, ohne Erfahrungen in einem Demokonto gesammelt zu haben, in den Handel mit echtem Geld stürzen. Im Optimalfall tradet man dort so lange bis man es schafft dauerhaft in der Gewinnzone zu bleiben. Erst dann sollte man in Erwägung ziehen echtes Geld zu investieren. 
Beim Echtgeldhandel hat man ja zudem mit weiteren Faktoren, wie Angst oder Gier, zu kämpfen, welche die Sache noch einmal schwieriger gestalten. Um diesen Emotionen standzuhalten, ist es nötig sich eine gewisse Routine im Umgang mit den unterschiedlichen Finanzinstrumenten anzueignen. Verfügt man darüber nicht, so ist man anfällige für dumme Fehler, die eigentlich nicht passieren sollten und zeigen, dass man eigentlich noch nicht für den Echtgeldhandel bereit ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Nutzung eines Demokontos für Aktien ein essenzieller Faktor für Anfänger ist, um die Chance in den ersten Monaten des Aktienhandels keinen Verlust zu erzielen erheblich zu verbessern. Ein Garant für Erfolg ist es aber natürlich auch nicht!

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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