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Bausparkassen kündigen weiterhin Altverträge – Urteile der Gerichte häufig gegen den Verbraucher

Quelle: Franke-Media.net
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Bausparer mit alten, hochverzinsten Bausparverträgen finden weiterhin Kündigungen ihrer Bausparkasse im Briefkasten. Mittlerweile wurden mehr als 200.000 Verträge einseitig aufgekündigt. Grund: Die teuren Bausparzinsen sind für die Bausparkassen teure Altlasten. Um sich diesem Ballast zu entledigen, werden Verträge gekündigt, die zehn Jahre oder länger zuteilungsreif waren. Das durchschnittliche Alter der betroffenen Bausparverträge beträgt ca. 20 Jahre.

Inwieweit diese Kündigungswelle allerdings rechtens ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Letztlich wurden bisher fast 1.000 Klagen eingereicht und etwa 200 Urteile in erster Instanz gefällt. 20-mal wurde für den Verbraucher entschieden, 180-mal die Rechtsauffassung der Bausparkassen bestätigt. Die Bilanz bei den Oberlandesgerichten (OLG) sieht ebenfalls nicht besser aus. Bis Mitte 2016 fielen 25 Urteile – nur zwei mit positivem Ausgang für Bausparer.

Da die Rechtslage umstritten bleibt, raten Verbraucherzentralen aber dazu, den Kündigungen zunächst zu widersprechen und die eigenen Ansprüche prüfen zu lassen.

Quelle: Franke-Media.net

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: [email protected]
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