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IW-Studie: Anteil ausländischer Auszubildender seit 1999 auf 16,3 Prozent verdreifacht

Jeder sechste Auszubildende in Deutschland hat keinen deutschen Pass. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) berichtet.

Demnach helfen ausländische Jugendliche zunehmend dabei, die demografiebedingte Lücke am deutschen Ausbildungsmarkt zu schließen. Allerdings sei der Rückgang deutscher Jugendlicher nach wie vor noch größer als der Zuwachs bei ausländischen jungen Menschen.

2025 blieben erneut Zehntausende angebotene Ausbildungsstellen unbesetzt, zugleich sank die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge. Besetzungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt entstünden nicht nur durch fehlende Eignungen oder andere Probleme, „sondern auch durch ein demografisch schrumpfendes Bewerberpotenzial – und zwar ausschließlich bei deutschen Jugendlichen“, so das IW.

„Die Zahl deutscher Auszubildender zwischen 15 und unter 35 Jahren erreichte 2008 mit rund 1,7 Millionen ihren Höchststand und sank bis 2025 um 23 Prozent auf nur noch rund 1,3 Millionen“, heißt es in der Studie weiter. Die Zahl ausländischer Auszubildender dieser Altersgruppe sei dagegen seit ihrem Tiefpunkt 2004 von rund 71.338 auf inzwischen rund 254.967 gestiegen. Ihr Anteil an allen Auszubildenden habe sich „damit von 5,3 Prozent im Jahr 1999 auf 16,3 Prozent im Jahr 2025“ erhöht. Er habe sich „also mehr als verdreifacht.“

Die Zunahme ausländischer Auszubildender habe den Rückgang deutscher Auszubildender zwar nicht vollständig ausgleichen können, „hat dessen Wirkung aber spürbar abgefedert und hielt die Ausbildung in den letzten zehn Jahren auf einem vergleichsweise stabilen Niveau“, heißt es in der IW-Studie, über die die „Rheinische Post“ berichtet.

Foto: Graffiti-Entfernung (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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