Wird die Generation Z die E-Mail im Arbeitsalltag noch kennenlernen? Vermutlich nicht, diese Tendenz belegt zumindest der aktuelle Kommunikations- und Datenschutz-Report von Wire. Über 300 leitende Angestellte, Führungskräfte und Manager großer Unternehmen aus den USA und Europa wurden befragt. Die Erkenntnisse der qualitativen Studie sind alarmierend, doch Besserung ist in Sicht.

Es fehlt an Transparenz: Krisenkommunikation und Datenschutz (nicht) im Fokus

Die vermehrt auftretenden Cyber-Angriffe waren augenscheinlich nicht Weckruf genug. 38 Prozent der Befragten sind nicht sicher, ob überhaupt im Falle eines Netzwerkausfalls ein Notfallkonzept besteht. Passend dazu haben selbst ein Drittel aller Führungspositionen (35 Prozent) keine Informationen darüber, wie das Unternehmen sensible Daten und die interne sowie externe Kommunikation schützt. Darüber hinaus geben fast zehn Prozent der Umfrageteilnehmer an, keine Kenntnis über drohende finanzielle Konsequenzen bei Datenschutzverstößen oder Cyberangriffen zu haben. Trotz Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und besorgniserregenden Präzedenzfällen erfolgreicher Hacker-Attacken, herrscht bei Unternehmen vor allem bezüglich Transparenz und Bewusstsein enormer Nachholbedarf.

Generation Z auf einem sicheren Weg: E-Mail noch präsent aber vor dem Aus?

Über die Hälfte der Unternehmen bevorzugt die E-Mail als Kommunikationslösung und hier finden vor allem Outlook (65 Prozent) und Gmail (44 Prozent) Anwendung. Dabei geben 44 Prozent an, über diese Kanäle auch sensible Daten auszutauschen. Die deutliche Mehrheit der Befragten (76 Prozent) geht allerdings davon aus, dass die Generation Z im beruflichen Alltag nicht mehr via E-Mail kommunizieren wird. Und auch generell stehen heranwachsenden Fachkräften vor grundlegenden Veränderungen: So wird laut Meinung der Führungskräfte (81 Prozent) die Zukunft der Arbeit in einem Mix von Mensch-zu-Mensch und Mensch-zu-Maschine-Kommunikation liegen.

Sicherheit und Produktivität als große Bedürfnisse: Unternehmen in der Pflicht

Es liegt nun an den Unternehmen, zielführende Schritte in die Wege zu leiten, um IT-Sicherheit und Privatsphäre über alle Ebenen zu gewährleisten. Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen proaktives Vorgehen hinsichtlich Datenschutz und vertraulicher Kommunikation. Zusätzlich erkennen sie den Bedarf einer sicheren IT-Infrastruktur, die es erlaubt, sowohl intern als auch extern mit Partnern und Kunden zu kommunizieren. Speziell die Faktoren Sicherheit und Datenschutz-Konformität zählen bei der Einführung von Business-Cloud-Lösungen verstärkt zu den entscheidenden Auswahlkriterien (80 Prozent). In punkto Produktivität erkennen die Führungskräfte in der Kommunikation via Messenger-Apps große Vorteile hinsichtlich Schnelligkeit (92 Prozent) und einfacher Bedienung (74 Prozent).

Quelle: Wire

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de direkt erreichbar.
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