Politik

Hamburger Hafen: Bundesregierung will Verkauf von Zippel an chinesischen Staatskonzern Cosco verhindern

Die Bundesregierung will offenbar den Verkauf des deutschen Logistikunternehmens Zippel an den chinesischen Staatskonzern Cosco verhindern. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf einen als „Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch“ eingestuften Vermerk aus der Bundesregierung. In dem Dokument sei von „erheblichen Sicherheitsbedenken“ die Rede. Es bestehe die Gefahr strategischer Abhängigkeiten, welche „im Zuge politischer Verwerfungen als Druckmittel genutzt werden könnten“, heißt es weiter.

Noch ist über die Untersagung nicht final entschieden, aber Insidern zufolge läuft es laut des Berichts darauf hinaus, dass Cosco Zippel nicht übernehmen wird. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zunächst nicht Stellung nehmen, Zippel ließ eine Anfrage unbeantwortet.

Seit einigen Jahren kaufen chinesische Staatsunternehmen vermehrt strategische Unternehmen in Europa auf. In Brüssel und Berlin wächst die Sorge, dass Peking mit solchen Übernahmen Einblicke in die Lieferketten wichtiger Unternehmen gewinnen will, die etwa bei Transporten in die Ukraine sicherheitsrelevant sind. In den vergangenen Jahren wurden deswegen bereits mehrere chinesische Investitionen gestoppt. Der aktuelle Fall ist von besonderer Bedeutung, weil er die innerdeutsche Logistik und die Verteidigungsfähigkeit des Landes betrifft.

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Foto: Hamburger Hafen (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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