Berliner Unternehmen sind aktiv beim Klimastreik: Rund 100 Berliner Unternehmer_innen, die die FridaysForFuture Bewegung unterstützen, kamen gestern Abend erneut zusammen. Ihr Ziel ist es, nicht nur im Betrieb ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen, sondern am 20.9. beim Klimastreik auch gemeinsam mit FridaysForFuture auf die Straße zu gehen.

Die Geschäftsführer unterstützen den Klimaschutz

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung seit Menschengedenken“ so Christof Struhk, Geschäftsführer der modulor GmbH, einem Kaufhaus für Kreativ- und Künstlerbedarf in Berlin Kreuzberg. Der Unternehmer, der zu den Entrepreneurs For Future gehört, wird seinen Laden am 20.9. geschlossen halten, um seinen 180 Mitarbeiter_innen die Teilnahme am Klimastreik zu ermöglichen.

Diese Entscheidung hat er sich nicht leicht gemacht. „Den Laden zu schließen, bedeutet Umsatz- und Gewinnverlust. Damit senden wir ein klares Zeichen in Richtung Politik. Wir sind bereit, wirtschaftliche Einbußen für den Klimaschutz in Kauf zu nehmen. Die Regierung fordern wir auf, Entscheidungen zu treffen, die relevante Auswirkungen auf das Konsumverhalten haben“, so Christof Struhk weiter.

Klimaschutz ist nicht nur den Schülern wichtig

An dem Vernetzungstreffen nahm auch Sylke Freudenthal (Veolia Deutschland) teil: „Seit Jahren erhebt Veolia auch international die Stimme für eine wirksame CO2-Bepreisung und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft als wichtige Klimaschutz-Instrumente. Wir haben uns intern über den Klimastreik informiert und wissen, dass sich viele Kolleg_innen beteiligen. So ist unsere Tochtergesellschaft Ökotec mit einem Großteil ihrer Beschäftigten dabei.”

„Wir können nicht hoffen, dass die Schüler_innen allein so laut sind, dass die Politik umlenkt. Wir alle müssen auf die Straße. Müssen laut sein. Vor allem die Wirtschaft muss ein Zeichen setzen. Die Wirtschaft, die so gerne vorgeschoben wird, warum die Politik keinen ambitionierten Klimaschutz verfolgt“, ist Waldemar Zeiler (einhorn GmbH) überzeugt.

Unternehmen aus allen Bereichen beteiligen sich

Darius Moeini, CEO der Berlin Innovation Agency, berichtet vom Treffen: „Großartig, wie viele Unternehmen aus allen Bereichen – von Startup über Mittelstand bis hin zu Konzern – sich mittlerweile für Klimaschutz engagieren! Die einstige Nische wird zum Mainstream.”

Daniel Krauss, Mitgründer und CIO FlixMobility, ergänzt: „Der Klimawandel geht uns alle an! Von uns erhalten Streikende eine Freifahrt mit dem FlixBus, einem der nachhaltigsten Verkehrsmittel. Außerdem bekommen alle Mitarbeiter_innen, die am Klimastreik mitwirken wollen, am 20.09. frei.“ Streikteilnehmende können bis zum 5.10.2019 ein Selfie von der Veranstaltung sowie ein Foto des FlixBus-Tickets für die Anreise am 19./20.9.2019 an FlixBus schicken, um eine Freifahrt zu erhalten (climatestrike@flixbus.com).

! Treffpunkt am 20.9.2019: Die Berliner Unternehmen starten am 20.9. um 11 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium mit der „Business-people on climate strike“ Demonstration.

Über E4F

Insgesamt haben schon mehr als 3.000 Unternehmen für mehr Klimaschutz unterschrieben, die Initiative steht heute für mehr als 200.000 Arbeitsplätze und mehr als 30 Mrd. EUR Umsatz. Die bundesweite Initiative hat sich im März mit dem Ziel der Unterstützung von Fridays For Future gegründet. An dem Klimastreik werden sich bundesweit mehr als 1.000 Unternehmen mit einem aktiven Beitrag beteiligen. #AlleFürsKlima #EntrepreneursForFuture

Quelle: Entrepreneurs For Future

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