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Wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer Home Office optimieren können

Das Konzept des Home Office hat sich etabliert und bewährt. Nach einer DAK-UmfrageDigitalisierung und Homeoffice in der Corona Krise” möchten ca. 90 Prozent der Personen, die im Lockdown im Home Office gearbeitet haben, auch weiterhin mindestens zum Teil im Home Office bleiben. Dennoch fehlen derzeit noch einige Punkte in fast jedem Home Office, die ein gewöhnliches Büro bietet. Im folgenden Artikel gehen wir auf ein paar Punkte ein, mit denen Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber das Home Office angenehmer gestalten können.

1. Eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung

Während in großen und kleinen Büros viel in eine gute Internetverbindung investiert wird, bleibt diese in den eigenen vier Wänden häufig instabiler, dafür aber preiswerter. Solange der jeweils favorisierte Streaming-Dienst störungsfrei bleibt, hat dies auch lange gereicht, um die Bedürfnisse der Bewohner zu erfüllen. Im Home Office ist das anders: Digitale Konferenzen leiden enorm, wenn auch nur einer von fünf Teilnehmenden ständig Unterbrechungen in der Verbindung erleidet. Noch schlimmer wird es natürlich bei größeren Konferenzen mit 100 oder sogar 200 Teilnehmenden, wie sie bei großen Konzernen zum Teil sogar regelmäßig anstehen. Jeder einzelne muss daher darauf achten, dass er oder sie eine stabile Verbindung bekommt.

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Bild von Becca Clark auf Pixabay.

Für einen Homespot für das Home-Office gibt es selbstverständlich viele Anbieter. Daher ist ein Vergleich unabdingbar. Dieser sollte möglichst übersichtlich Vor- und Nachteile auflisten, dabei jedoch spezifische Sonderkonditionen nicht außer Acht lassen. Neben Preis und Geschwindigkeit zählen auch Laufzeiten, die Abdeckung im jeweiligen Wohngebiet, die 5G-Abdeckung und natürlich noch vieles mehr. Interessierte Arbeitnehmer sollten ihre Prioritäten klar setzen, so viele Informationen wie möglich aus unabhängigen Vergleichen ziehen und dann eine fundierte Entscheidung treffen. Die gleiche Möglichkeit besteht natürlich auch für Arbeitgeber: Einen Home Office Platz einzurichten liegt natürlich auch in deren Verantwortung.

2. Gesundheitsrisiken minimieren

Fehltage sind seit der Etablierung des Home Office stark zurückgegangen. Dennoch birgt das Home Office auch einige gesundheitliche Gefahren: Der DAK-Umfrage zufolge leiden 32 Prozent der Befragten seit Beginn des Home Office mehr unter Rückenbeschwerden. Ergonomische Sitzgelegenheiten, höhenverstellbare Stühle usw. können dabei Abhilfe leisten – sie sind jedoch nicht die einzige Option, die Gesundheit im Home Office zu stärken.

Gerade Bewegung fehlt im Home Office. Der wegfallende Arbeitsweg ist dabei nur der erste Punkt. Spaziergänge an der frischen Luft oder auch die Wiederaufnahme von Besuchen eines Fitnessstudios helfen auch dem Rücken erneut mehr Muskulatur aufzubauen und beugen so Rückenschmerzen vor. Viele Unternehmen bieten ohnehin Unterstützung bei sportlichen Aktivitäten an. Große Konzerne, die früher auf eigene Fitness Geräte im großen Bürokomplex gesetzt haben, unterstützen ihre Mitarbeiter nun wie kleinere Unternehmen zum Teil durch Bezahlung des Fitnessstudios. Andere Optionen wären auch die Kosten für eine Jahreskarte im Schwimmbad, Yoga-Kurse oder ähnliches. Hierbei kann das Unternehmen die Kosten unter Umständen sogar von der Steuer absetzen.

3. Trennung zwischen Beruf- und Privatleben

Mit der Arbeit in den eigenen vier Wänden verschwimmt auch die Grenze zwischen Beruf- und Privatleben. Diese Grenze können sich Arbeitnehmer zu großen Teilen jedoch selbst wieder schaffen. Eine klare räumliche Trennung zwischen Arbeit und Privat ist selbst in kleinem Stil bei wenig Platz möglich, zum Beispiel durch einen Raumtrenner. Doch auch im Kopf muss die Trennung vollzogen werden: Schaffen Sie sich kleine Rituale zu Arbeitsbeginn und zu Arbeitsende, damit Sie sich sowohl Beruf als auch Privatleben voll und ganz widmen können – jedem zu seiner Zeit. Diese Routinen sind früher zum Beispiel durch den Arbeitsweg entstanden. Viele hören im Auto, im Bus, auf dem Fahrrad oder zu Fuß Musik und merken gar nicht, dass ihnen dieses Ritual hilft, von der einen Themenseite des Lebens auf die andere zu wechseln.

Auch Arbeitgeber können ihren Teil dazu tun: Achten Sie auf eine Einhaltung der Arbeitszeiten. Auch Arbeitszeiten sind Rituale, auf die sich der Kopf einlässt. Das reguläre “Um neun Uhr sitze ich mit meinem Kaffee am Schreibtisch” unterstützt den Arbeitnehmer in seinem Alltag als fester Bestandteil und kann so sowohl zum persönlichen Wohlbefinden als auch zu einer Effizienzsteigerung der Arbeit beitragen. Doch Vorsicht: Nicht jeder Arbeitnehmer ist der gleiche “Arbeitstyp”. Manch einer braucht die festen Zeiten, der nächste fühlt sich in einem Gleitzeitmodell jedoch viel wohler.

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