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Vor- und Nachteile der Vermögensverwaltung durch Dritte

Der Begriff Vermögensverwaltung, englisch: discretionary management, steht für Anlageentscheidungen, die durch eine dritte Person getroffen und in der Regel auch umgesetzt werden. Daneben ist die Bezeichnung Vermögens- und Anlageberatung, englisch: advisory management, bekannt. Bei dieser Variante werden Anlageentscheidungen ausschließlich empfohlen, ausgeführt werden sie jedoch ausschließlich vom Kunden.

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Bild von Nattanan Kanchanaprat auf Pixabay.

Fünf vorteilhafte Fakten der Vermögensverwaltung

Die traditionelle Vermögensverwaltung geht mit einigen Vorteilen für Klienten einher. Je nach Dienstleister oder Geldinstitut unterscheiden sie sich allerdings deutlich in ihrer Ausprägung sowie der Qualität. Die fünf wichtigsten Fakten sind:

  • professionelle Beurteilung der individuell interessanten bzw. möglichen Anlageentscheidungen
  • Investment-Ausführung und -Überwachung
  • exklusive Optionen im Bereich der Finanzdienstleistungen sowie -produkte
  • alle Fäden laufen unter einem Dach zusammen
  • weniger Zeitaufwand

Professionelle Beurteilung

Eine gute Vermögensverwaltung bietet eine sach- und fachgerechte Investment-Expertise unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse der Klienten. Durch ein persönliches Beratungsgespräch wird zunächst das individuelle Kundenprofil sorgfältig ermittelt. Es setzt sich aus den Eigenheiten und Wünschen des Auftraggebers sowie der Risikofähigkeit und -toleranz zusammen. Nach der Erstellung steht dem Vermögensverwalter die benötigte Grundlage zu verfügen, um eine explizite risikoadjustierte Portfoliostrukturierung zu ermitteln. Es handelt sich dabei um eine Investmentaufteilung in unterschiedliche Anlagearten, darunter zum Beispiel Währungen, Rohstoffe, Edelmetalle, Anleihen sowie Aktien. Handelt es sich um eine aktive Anlagephilosophie findet weiterhin eine Hervorhebung der Expertise statt. D.h., die passenden Einzelanlagen werden innerhalb der gewählten Anlageklassen herausgefiltert. Dies kann unter anderem ein zielgerichteter Kauf von Einzelaktien im Rahmen einer Fundamentalanalyse sein.

Investment-Ausführung und -Überwachung

Gleichfalls ist die Durchführung der Investmentstrategie Aufgabe des Vermögensverwalters. Kunden profitieren von dessen kompetenten Wissen bezüglich des Kaufs und Verkaufs von ausgewählten Anlageprodukten. Er weiß im Idealfall, wo und wie sie bestenfalls zu erwerben sowie zu veräußern sind. Zudem führt er die Transaktionen aus. Außerdem gehört die Überwachung des Portfolios zu den Tätigkeiten eines Vermögensverwalters. Er kümmert sich ggfs. auch um das Rebalancing, also die Umschichtung.

Exklusive Optionen

Manche Vermögensverwaltungen bieten ihren Kunden einen exklusiven Zugang zu Finanzdienstleistungen und -produkten. Dabei kann es sich beispielsweise um

  • spezielle Unternehmensanteile,
  • bestimmte Pre-IPO-Angebote oder
  • nicht jedem zur Verfügung stehende Beratungsdienstleistungen

handeln. Vermehrt wird diese Exklusivität jedoch in Zweifel gezogen, denn die Transparenz auf den Finanzmärkten nimmt weltweit immer mehr zu.

Alle Fäden laufen unter einem Dach zusammen

Viele Vermögensverwalter offerieren ihren Kunden ein breit gefächertes Beratungsangebot, das über die reinen Anlageentscheidungen hinausgeht. Häufig stehen weitere Spezialisierungen in vermögensrelevanten Sektoren im Angebot. Sie können zum Beispiel Erbschafts-, Vorsorge und Steuerangelegenheiten betreffen. Der Klient erhält somit auf Wunsch viele verschiedene Dienstleistungen aus einer Hand.

Weniger Zeitaufwand

Wer seine Anlageentscheidungen und die Ausführung an einen Dritten übergibt, profitiert von einer großen Zeitersparnis. Für Laien sind diese speziellen Aufgaben oft sehr schwierig zu bewältigen, aber auch für erfahrene Anleger stellen Recherche und die notwendige Durchführung regelmäßiger Transaktionen einen hohen Zeitaufwand dar. Ein Vermögensverwalter hält seinen Kunden den Kopf frei und stellt sein fundiertes Knowhow mit bestem Erfolg zur Verfügung.

Nachteilig sind ausschließlich die Kosten

Die Vorteile der Beauftragung eines Vermögensverwalters überwiegen den Nachteil in jedem Fall. Dass dieser nicht kostenfrei arbeiten kann, versteht sich von selbst. Wer an einen dubiösen Dienstleister gerät, muss damit rechnen, dass von der Rendite nach Abzug der Gebühren nicht mehr viel übrig bleibt. Die Vermögensverwaltung gehört in vertrauensvolle Hände. Deshalb sollten potentielle Kunden den Anbieter sorgfältig auswählen. Bestenfalls stützt man sich dabei auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten, die bereits gute Erfahrungen mit einem bestimmten Provider gemacht haben. Ein seriöser Vermögensverwalter legt seine Kosten transparent dar, sodass Kunden sie jederzeit nachvollziehen können. Der Anfall von zusätzlichen oder versteckten Gebühren ist damit ausgeschlossen. Darüber hinaus sollte das Augenmerk auf einem sicheren Datenschutz liegen, der bestenfalls im Sinne der DSGVO gewährleistet ist.

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