Ein Tresor sorgt für zusätzliche Sicherheit von Wertgegenständen wie Goldmünzen oder Schmuck. Sie dienen aber auch der sicheren Aufbewahrung von wichtigen Dokumenten wie Ausweisen oder Verträgen sowie der Lagerung von persönlichen Erinnerungsstücken. Von Versicherungen und der Polizei wird empfohlen, wertvolle Dinge in einem Tresor unterzubringen. Der Tresor ist im Hinblick auf einen erhöhten Einbruchschutz dann sinnvoll, wenn er richtig platziert und entsprechend befestigt wurde. Das gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen.

Tresore bieten Sicherheit für Privatpersonen und Unternehmen

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Grundsätzlich ist die Einbruchrate in städtischen Gebieten höher als im ländlichen Raum, sodass die Investition in einen Tresor als Diebstahlschutz vor allem in der Stadt empfehlenswert ist. Ein Tresor macht für jede private Person Sinn, die wertvolle Gegenstände vor einem Diebstahl sichern möchte. Es spielt keine Rolle, ob die Person in einem Eigenheim oder in einer Mietwohnung lebt.

Im unternehmerischen Bereich erfordert ein Tresor eine bestimmte Sicherheitsstufe, damit die sensiblen Daten und Dokumente ausreichend geschützt sind. Die Sicherheitsstufe ist ein Schutzgrad, der von anerkannten Prüfstellen vergeben wird. Diese Sicherheitsstufe ist ausschlaggebend für die Versicherungseinstufung des Tresorinhalts. Sie gibt Auskunft darüber, ob und wie feuerfest der Tresor ist.

Tresorarten und ihre Anwendungsbereiche

Tresore unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bauart und dem Verwendungszweck. Möbeltresore werden in privaten Haushalten und in kleineren Büros verwendet. Sie sind für den Einbau in Möbelstücke vorgesehen und bieten einen begrenzten Platz. Wandtresore sind für eine Integrierung im Mauerwerk vorgesehen. Sie sind unauffällig und werden beim Neu- oder Umbau eingebaut. Wand- und Bodentresore sind für private Haushalte geeignet und stellen Sicherheitslösungen für KMUs dar.

Standtresore bieten viel Platz und können flexibel aufgestellt werden. In diesem Sektor gibt es unterschiedlich schwere Modelle. Um für Ausführungen mit einem Gewicht unter 1.000 Kilogramm eine hohe Sicherheit gegen Diebstahl zu gewährleisten, benötigen sie zusätzlich eine Bodenverankerung. Diese Modelle eignen sich für große Unternehmen, die Laptops, USB-Sticks und Festplatten sicher lagern möchten.

Die Varianten dieser Modelle sind je nach Einsatzzweck in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. So sind Dokumentenschränke mit Schubladen und Fächern ausgestattet und dienen der Lagerung von wichtigen Unterlagen. Datensicherungsschränke weisen eine hohe Feuerfestigkeit auf, sodass sie die sensiblen Daten auf elektronischen Trägern schützen. Waffenschränke sind dagegen für die Lagerung von Waffen ausgerichtet und besitzen spezielle Halterungen und Türstaufächer.

Regelungen zur Aufbewahrung von Dokumenten und Gegenständen

Der Gesetzgeber gibt für bestimmte Gegenstände vor, dass diese in einem Tresor gelagert werden müssen. Privatpersonen, die im Besitz von Waffen sind, müssen diese in einem Tresor lagern. Waffen müssen durch ein sicheres Türschloss am Tresor gesichert werden, sodass nur die Person mit dem entsprechenden Waffenschein Zugriff darauf hat.

Für elektronisch gespeicherte Daten oder Dokumente, die aus dem Geschäft mit nach Hause genommen werden, sieht der Gesetzgeber eine Lagerung im Tresor vor. Eine sichere Lagerung ist auch für Medikamente notwendig, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Für Gewerbetreibende gilt die Pflicht, dass geschäftliche Unterlagen für einen bestimmten Zeitraum aufbewahrt werden müssen. In den meisten Fällen ist eine Aufbewahrungsfrist von sechs oder zehn Jahren vorgesehen. Aus versicherungstechnischen Gründen müssen personenbezogene Akten über einen definierten Zeitraum aufbewahrt werden. Obwohl für die Aufbewahrung solcher Dokumente kein Tresor vorgeschrieben ist, empfiehlt sich dennoch ein Schutzschrank mit entsprechenden Lagerungsmöglichkeiten.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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