München. Schneeketten gehören an die angetriebenen Räder: bei Autos mit Frontantrieb vorn, bei Hecktrieblern hinten. Bei Allradfahrzeugen bringt ein Blick in die Betriebsanleitung Montagesicherheit. «Mit Schneeketten sollte man nicht schneller als 50 km/h fahren, und sie ersetzen niemals die Winterbereifung», warnt Maximilian Maurer vom ADAC in München. Wer mit dem Wohnwagen Richtung Wintersport unterwegs ist, sollte auch für den Caravan Schneeketten mitnehmen. So bleibt der Anhänger besser in der Spur und besser bremsbar.

Zum Anlegen der Ketten sollte man sich einen ebenen Platz suchen und gegebenenfalls das Pannendreieck aufstellen. Nützlich sind eine wasserfeste Unterlage zum Hinknien und ein paar Arbeitshandschuhe. Bei einigen Kettentypen muss das Rad nach dem Anlegen ein Stück weitergedreht werden, um die Verschlüsse zu fixieren. In jedem Fall empfiehlt es sich, nach 20 bis 30 Metern den Sitz der Ketten nochmals zu prüfen. Dabei ist darauf zu achten, dass sie nicht schleifen oder an Bauteile des Autos anschlagen. Wer schon vor der Fahrt geübt hat, kann dem Schnee ohne Aufregung entgegensehen.

Wird die Fahrbahn wieder schneefrei, müssen die Schneeketten abgenommen werden. «Sie verschleißen sonst zu stark und strapazieren den Straßenbelag», sagt Fachmann Maurer. Ob zur Zwischenlagerung bis zum nächsten Einsatz oder der Endlagerung im Frühjahr, immer sollten die Ketten mit lauwarmem Wasser gereinigt, danach getrocknet und wieder verstaut werden.

Wer entgegen den Hersteller-Bestimmungen Schneeketten anlegt oder falsche Reifendimensionen verwendet, riskiert Schäden am Blech oder an der Radaufhängung. Außerdem können an manchen Fahrzeugen trotz Serienbereifung wegen zu enger Radkästen keine Schneeketten montiert werden. Bei Autos mit ESP empfiehlt es sich, den elektronischen Helfer während der Kettenfahrt zu deaktivieren. So wird die Traktion optimiert.

ddp.djn/nom/hoe

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