Tokio. Beim japanischen Autohersteller Toyota sind nach dem Rückrufen von mehreren Millionen Fahrzeugen weitere Qualitätsprobleme bekannt geworden. Insgesamt 934 000 Fahrzeuge mit Sechs-Zylinder-Motoren in den USA seien von möglicherweise undichten Ölschläuchen betroffen, teilte Toyota mit. Den Fahrzeughaltern werde bereits seit dem vergangenen Herbst ein kostenloser Austausch angeboten. Die Kampagne galt bislang für gut 700 000 Fahrzeuge, war aber nicht öffentlich gemacht worden.

Jetzt weitet Toyota den Austausch den Angaben zufolge auf weitere 217 800 Fahrzeuge in den USA aus. Betroffen seien die Modellreihen Avalon, RAV4, Camry sowie Lexus ES350 und RX350. Es handele sich nicht um einen Rückruf, der auf Sicherheitsprobleme zurückzuführen sei, erklärte Toyota. Es habe sich herausgestellt, dass Gummiteile am Ölschlauch schrumpfen und zu einem Leck führen könnten.

An diesem Dienstag müssen leitende Toyota-Manager sich zum Fall der verklemmten Gaspedale in den USA vor einem Senatsausschuss äußern. In etlichen Fällen war es dabei zu tödlichen Unfällen in den USA gekommen. Toyota hat wegen dieses Sicherheitsmangels mehr als acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen und ist seither wegen Qualitätsproblemen in den Schlagzeilen. Lange Zeit war das japanische Unternehmen für Qualität und Sicherheit seiner Fahrzeuge gepriesen worden.

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