Oliver Kerner, Gründer der Bremer Full-Service-Einkaufsgesellschaft für Schiffsausrüstung Omnimare GmbH, über die Einkaufspolitik von Reedereien

Geraten Akteure der Schifffahrtbranche in finanzielle Not, zieht dies zumeist größere Wellen auf dem maritimen Markt nach sich. So auch nach der aktuellen Insolvenz von acht Tankern einer großen Hamburger Reederei, die gleich bei mehreren beteiligten Firmen zu hohen Forderungsausfällen führte. Oliver Kerner, Gründer des Full-Service-Schiffsausrüsters Omnimare, sieht die Reedereien in der Verantwortung und kritisiert deren Einkaufspolitik:

„Fast alle Reedereien sind heute darauf bedacht, möglichst viele Einsparungen zu erzielen. Ein Großteil des Sparpotenzials liegt sicher im Einkauf. Bei den Kostenkürzungen gehen die meisten Reeder jedoch zu unbedacht vor. So sind sie vielfach darauf aus, immer den billigsten Preis zu erzielen und wechseln ihre Lieferanten wie andere ihre Socken. Schon wegen ein paar Euro Ersparnis vergeben sie ihre Aufträge an andere Anbieter, von denen sie häufig später in Sachen Qualität enttäuscht werden. Besonders bei dem Ersatz von Maschinen oder Antriebstechnik kann ein qualitativ bedingter Schaden leicht die gesamte Unternehmung in einen finanziellen Abgrund stürzen. Ich sehe es daher als unbedingt notwendig, Reedereien und Shipmanager wieder zu Qualitäts- und Preisbewusstsein aufzurufen. Sie sollten die Angebote sensibel prüfen und sich schließlich für das preiswerteste und nicht das billigste Angebot entscheiden.“

Weitere Informationen unter www.omnimare-bremen.de

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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