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Ratten – ein Fall für den Kammerjäger

2021-07-06-Ratten
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Es gibt im Handel eine Reihe von Rattenfallen. Das Prinzip ist bei den meisten gleich: Mit einem Köder werden die Nager angelockt und dann entweder lebend gefangen oder mittels Schlag unsanft, aber wirksam ins Jenseits befördert. Die Preise für eine solche Vorrichtung reichen von 20 bis 50 Euro. Bei einigen Fallen wird der Köder und die Latexhandschuhe zur geruchsneutralen Bestückung und gegebenenfalls Entsorgung gleich mit angeboten.

Bei den sogenannten tierfreundlichen Rattenfallen sitzt die lebende Ratte in einem Käfig aus Metall oder Plexiglas. Das Problem ist natürlich, wohin mit dem Tier? Es sollte ja nicht gleich wieder zurückfinden? Jedes Mal eine Ausfahrt für die Ratte, das wird mit der Zeit teuer. Ganz abgesehen davon, dass die Entlassung ins Freie nicht unproblematisch sein kann: Ratten können bis 1,5 m hochspringen und beißen. Ihr Biss ist sehr virulent, entsprechend gefährlich wird es für den Tierfreund, der das Nagetier freundlich entlassen wollte.

Eine solche Falle macht Sinn, wenn sich ein oder zwei Tiere in den Keller verirrt haben. Meist kommen aber andere Ratten nach, denn diese Nager sind schlau und wissen, wo es sich gut leben lässt. Zudem sind diese Untermieter sehr intelligent. Nach ein, zwei Erfolgstreffern sind die übrigen Gruppenmitglieder gewarnt. Sie werden nicht mehr auf denselben Trick reinfallen. Es steht die Frage, darf ein vergifteter Fressköder ausgelegt werden?

Im Prinzip ist das die einzige Methode, mehrere Tiere unschädlich zu machen. Die im Handel angebotenen Fressköder sind für den privaten Anwender zugelassen, doch sie bergen Risiken. Im Haushalt lebende Kinder dürfen keinesfalls Kontakt mit den Giften haben. Gleiches gilt für Haustiere. Die Gifte wirken meist auf das Blutgerinnungssystem, die Ratte verblutet einige Tage nach der Aufnahme innerlich. Das Gift wirkt abgeschwächt auch beim Menschen.

Bei versehentlichem Kontakt mit solchen Bioziden sollte ein Arzt konsultiert werden. Das Auslegen der Köder muss fachgerecht erfolgen, laut Gebrauchsanweisung. Es dürfen keine Gewässer berührt und keine Wildtiere gefährdet werden.

Da hier ein hohes Risiko besteht, durch Unwissenheit eher Schaden als Nutzen zu verursachen, empfiehlt sich dringend der Rat eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Informationen zum Kammerjäger in der Region finden Sie im Internet unter https://www.fs-kammerjaeger.de/kammerjaeger-stuttgart/.

Ein Profi kennt die Gewohnheiten der Tiere und kann aus deren Spuren und Hinterlassenschaften die Aufenthaltsorte und die Lieblingsfressplätze ermitteln. Nur hier macht es Sinn, Fallen aufzustellen. Oft sind ganze Regionen von massenhaftem Rattenaufkommen betroffen und die Maßnahmen gehen weit über den häuslichen Bereich hinaus. Besonders die Wanderratte ist sehr anpassungsfähig. Die Fortpflanzungsrate ist enorm und über Kanalisation und Wasserwege breiten sich schnell neue Populationen aus.

Die flächendeckende Bekämpfung ist daher oft ein regionales Anliegen und bei den zuständigen Behörden bekannt. Die Kosten für solche Maßnahmen sollten gerecht auf die betroffenen Anwohner und die öffentlichen Institutionen verteilt werden. Nur im Zusammenspiel der öffentlichen Hand, den privaten Anliegern und den regionalen Unternehmen zur Schädlingsbekämpfung kann eine dauerhafte Lösung des Rattenproblems gefunden werden.

Rattenbekämpfung ist eine Angelegenheit für den Profi. Der Einzelne kann durch Ordnung und Sauberkeit viel zur Prävention beitragen. Speisereste gehören besser in die braune Tonne und nicht auf den Kompost.

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