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Neupositionierung von Praktiker Deutschland vorbereitet / Auslandsgeschäft uneinheitlich / Positive Entwicklung bei Max Bahr

Kirkel (ots) – Die anhaltende Wirtschaftsschwäche in wichtigen Auslandsmärkten sowie der völlige Verzicht auf offene, allgemeine Rabattaktionen bei Praktiker Deutschland in Vorbereitung auf die Neupositionierung der Marke haben das Geschäft des Praktiker Konzerns im ersten Quartal 2011 stark beeinflusst. So sank der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10,9 Prozent auf 666,4 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der saisonübliche operative Verlust trotz Verbesserungen in der Rohertragsmarge und leichten Einsparungen auf der Kostenseite von 52,1 auf 71,6 Millionen Euro. Ein positives Signal setzte die Marke Max Bahr, die in den ersten drei Monaten sowohl beim Umsatz als auch beim EBITA besser abschnitt als im Vorjahr.

Der Praktiker Konzern hat in der Zeit von Januar bis März 2011 das Umsatzniveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums nicht erreichen können. „Das ist bedauerlich, war aber angesichts der Umbruchsituation in der Vermarktung von Praktiker Deutschland und der fortdauernden Konsumflaute in wichtigen Auslandsmärkten wie Griechenland und Rumänien nicht anders zu erwarten“, erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, Wolfgang Werner. Der dadurch bedingte Umsatzrückgang sei auch von der positiven Entwicklung bei Max Bahr nicht zu kompensieren gewesen. So sank der Quartalsumsatz auf Konzernebene von 747,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 666,4 Millionen Euro in 2011. „Das Beispiel Max Bahr zeigt uns jedoch, welches Potential der Inlandsmarkt bietet, wenn das Markenprofil stimmt und eine konsequente Kundenorientierung verfolgt wird. Dahin wollen und werden wir auch bei Praktiker im Zuge der Neupositionierung und der Runderneuerung unserer Märkte kommen“, so Werner.

Umbruchsituation bei Praktiker in Deutschland dämpft Umsatzentwicklung

Die von Praktiker im Inland erwirtschafteten Umsatzerlöse sanken in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 388,1 auf 314,9 Millionen Euro. Dieser Rückgang um 18,9 Prozent resultiert vor allem daraus, dass im ersten Quartal 2010 noch massiv mit offenen Pauschalrabattaktionen operiert worden war, auf die nun in 2011 ganz verzichtet wurde. Hinzu kam, dass das neue Marktkonzept zum Quartalsende umgesetzt, aber erst mit Beginn des zweiten Quartals von der flankierenden Werbekampagne ergänzt und komplettiert wurde. Werner: „Uns fehlten damit im ersten Quartal wichtige potentielle Umsatztreiber.“ Max Bahr hingegen nutzte die positive Konsumstimmung sowie den im Vergleich zum Vorjahr milderen Winter und steigerte seinen Umsatzbeitrag um 5,5 Prozent auf 156,2 Millionen Euro (Vorjahr 148,0 Millionen Euro). Auch wenn endgültige Branchenzahlen noch nicht vorliegen, dürfte Max Bahr damit über dem Branchendurchschnitt gelegen und Marktanteile gewonnen haben.

Anhaltende Wirtschaftsschwäche in Teilen des Auslandsportfolios

Das internationale Geschäft ist auch im ersten Quartal 2011 so uneinheitlich verlaufen wie schon im gesamten Geschäftsjahr 2010. So verzeichneten vor allem die Ukraine und die Türkei sehr gute Umsatzzuwächse. Das Geschäftsvolumen in Polen, Ungarn und Luxemburg lag in etwa auf Vorjahresniveau. In Bulgarien, Rumänien und Griechenland dagegen waren aufgrund der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage deutliche Rückgänge im Umsatz zu verzeichnen. Da gerade Griechenland und Rumänien zu den umsatzstärksten Ländern im Praktiker-Portfolio gehören, ergab sich im Auslandsgeschäft in Summe ein Umsatzrückgang um 8,0 Prozent auf 176,6 Millionen Euro (Vorjahr 192,0 Millionen Euro). An dieser Entwicklung hatten Wechselkursveränderungen einen Anteil von 1,4 Millionen Euro.

EBITA erneut von Sondereffekten geprägt

Auch das saisonbedingt negative EBITA konnte nicht auf dem Vorjahresstand gehalten werden. Es veränderte sich von minus 52,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2010 auf minus 71,6 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil des ausgewiesenen operativen Verlustes auf Sonderaufwendungen für das Restrukturierungsprogramm „Praktiker 2013“ zurückgeht. Bereinigt um die Sondereffekte verbleibt ein EBITA von minus 66,7 Millionen Euro. Praktiker Deutschland und Praktiker International wiesen in der Segmentbetrachtung höhere Verluste auf als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Max Bahr hingegen konnte neben dem Umsatz auch seinen Ergebnisbeitrag verbessern.

Wegweisung für 2011 im zweiten Quartal

Die Zielsetzungen für das Jahr 2011 waren mit der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2010 skizziert worden. Dazu Wolfgang Werner: „Umsatz und Ertrag haben sich im ersten Quartal nicht so entwickelt, dass es leichter geworden wäre, diese Zielsetzungen zu erreichen. Alles hängt jetzt davon ab, wie rasch die Neupositionierung der Marke Praktiker sich in steigenden Umsätzen niederschlägt und wann die für Praktiker wesentlichen Länder des internationalen Portfolios sich wieder erholen. Das zweite Quartal, das typischerweise den höchsten Beitrag zum Ergebnis des Jahres beisteuert, wird daher die entscheidenden Wegweisungen für das Gesamtjahr liefern“.

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/32439/2034589/praktiker_bau_und_heimwerkermaerkte_ag/api

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