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Möglich mit Telekommunikation Nachbericht zur 17. Handelsblatt Jahrestagung "Telekommarkt im Umbruch" 17./18. Mai www.tk-europa.de

Köln/Düsseldorf (ots) – 40 Experten aus verschiedensten Branchen informierten auf der 17. Handelsblatt Jahrestagung „Telekommarkt im Umbruch“ am 17. und 18. Mai in Köln rund 140 Teilnehmer über die Entwicklungen im Bereich der digitalen Telekommunikation- und Informationstechnologien. Schwerpunktthemen der Jahrestagung waren neben intelligenten Energienetzen (Smart Grids), Wireless Health und mobilen Anwendungen im Auto, Fernseh- und Videoangebote im Mobilfunk und der Umgang mit neuen asiatischen Playern. Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters, eröffnete die Tagung.

Neelie Kroes ICT-Sektor sorgt für Jobs und Wachstum

EU-Kommissarin Neelie Kroes, zuständig für die Digitale Agenda, betonte die Bedeutung der digitalen Wirtschaft. In den letzten 20 Jahren habe es hier drei Millionen zusätzliche Jobs gegeben, das Wachstum sei rasant.

Immerhin sei der ICT-Sektor für sechs Prozent des europäischen Wirtschaftswachstums verantwortlich. Aber Kroes mahnt auch den raschen Ausbau und Investitionen in Milliardenhöhe für ein schnelles Internet an, sonst falle Europa im weltweiten Vergleich zurück. Europaweit hätten lediglich zwei Prozent der Bevölkerung einen Glasfaseranschluss – in Japan seien es 12, in Südkorea bereits 15 Prozent. „Ich habe Angst, dass wir erstmals in der Geschichte zurückfallen“, so die EU-Kommissarin. In der digitalen Wirtschaft zeichne sich eine für Europa ungünstige Aufteilung ab: Computer und Handys kämen aus Fernost und Software aus den USA. „Ich will nicht, dass Europa einen aussichtslosen Kampf gegen Asien und Amerika im Bereich Innovation eingeht“, macht die EU-Kommissarin deutlich.

Daher habe die Kommission das Ziel formuliert, dass bis 2020 allen EU-Bürgern ein Internetzugang mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 30 Megabits pro Sekunde zur Verfügung stehen soll. Die Hälfte der Bürger soll sogar mit mehr als 100 Megabits pro Sekunde surfen können. 270 Milliarden Euro werde das kosten, sagte die Kommissarin. Einen Großteil müsse die Privatwirtschaft stemmen, allerdings werde sich auch die EU beteiligen. Aber die Investitionen lohnten sich, denn „Die Industrie ist jetzt größer als einige Mitgliedsstaaten und wächst schnell.“ Und dass könnten derzeit nicht viele EU-Staaten von sich behaupten. Die komplette Rede ist hier abrufbar: http://bit.ly/kroes-tke

Gerpott: Steigende Umsätze im Mobilfunk: Den Experten-Ausblick auf die Wachstumsfelder im europäischen TK-Markt nahm wie gewohnt Moderator Prof. Dr. Torsten J. Gerpott (Universität Duisburg-Essen) vor. Die Umsätze mit TK-Diensten und die Beschäftigtenzahl bei TK-Diensteunternehmen in Deutschland seien 2010 zwar erneut gesunken, die Investitionen jedoch trotzdem gestiegen.

Der Umsatz lag 2009 bei 61,0 Milliarden Euro und 2010 bei 60,7 Milliarden Euro, die Investitionen seien aber von 6,7 Milliarden 2009 auf 7,2 Milliarden Euro 2010 gestiegen. Während der Umsatz mit Festnetzdiensten 2010 erneut rückläufig war, konnten die Anbieter im Mobilfunk ihre Umsätze 2010 erstmals seit Jahren wieder steigern: sie legten letztes Jahr Deutschland von 24,1 Milliarden auf 24,6 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Breitbandanschlüsse in Festnetzen wuchs 2010 um 1,5 Millionen – Ende 2010 verfügten damit 66 Prozent aller Haushalte in Deutschland über einen stationären Breitbandzugang. Auch 2010 konnten die großen drei Kabelnetzbetreiber im Geschäft mit stationären Breitbandanschlüssen an die Vermarktungserfolge des Vorjahres anknüpfen.

Der komplette Nachbericht ist hier abrufbar:

Bilder zur Handelsblatt Jahrestagung Telekommarkt im Umbruch sind ebenfalls online: www.konferenz.de/fotos-tke2011

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/6625/2055112/euroforum_deutschland_se/api

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