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Kostenexplosion: Zahlreiche Mittelständler bremsen Investitionen 

Der deutsche Mittelstand nimmt deutlich Abstand von Investitionen. Wie viele Banken feststellen, stehen viele Unternehmen und Privatpersonen der aktuellen Finanzsituation sogar sehr skeptisch gegenüber. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hofft auf eine baldige Besserung der Wirtschaftslage. Doch was ist genau los und warum rufen viele Unternehmen ihre Investitionen sogar wieder zurück?

Unternehmen sind verzweifelt – das sind die Gründe!

Nach vielen Jahren der Leichtigkeit und des billigen Geldes entschloss sich die EZB (Europäische Zentralbank) zu einer Erhöhung der Zinsen. Damit sollte mitunter die derzeit hohe Inflation abgedämmt werden. Doch die Zinswende ist nicht spurlos an der Wirtschaft vorbeigezogen. Der Mittelstand empfindet die aktuellen Kreditzinsen sogar für zu hoch. Erfolgreiche Verhandlungen mit Banken bleiben allerdings aus. Das verschlechtert allgemein die Finanzierungssituation. Die Experten von FINANZENTDECKER erklären, dass steigende Zinsen auch Vorteile haben können. Steigende Zinsen sind vor allem für Sparer und Anleger von Vorteil. Das scheint für zahlreiche Unternehmen jedoch eher ein schwacher Trost zu sein. Diese konnten die vergangenen Krisen zwar insgesamt gut abfangen. Doch die Wirtschaft hat sich nur mittelmäßig entwickelt. Das hat auch die Investitionslust der Unternehmen deutlich getrübt. Noch im Jahr 2022 waren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen deutlich aufgeschlossener gegenüber Investitionen. Obwohl die Energiekosten nicht besonders vorteilhaft lagen, stiegen die Umsätze von Kleinunternehmen um rund 16 Prozent. Vor allem Großkonzerne konnten diverse Vorteile an ihre Kunden weitergeben. 

Doch das Jahr 2023 stand unter einem weniger guten Stern. Die steigenden Kosten belasten zunehmend die Wirtschaft. Privathaushalte und Unternehmen investieren zwar noch, aber nur unter Vorbehalt. Einige Unternehmen zogen sogar Investitionen zurück. Somit sinken auch insgesamt die Umsatzerwartungen. Anders sieht es hingegen bei den Banken aus. Diese können die steigenden Zinsen an ihre Kunden weitergeben und noch mehr: Im Jahr 2022 lag die Quote an Kreditablehnungen von Banken auf einem historisch tiefen Niveau. Die Trendwende ist aktuell jedoch absehbar. Deshalb sollten sich Interessenten genau mit der Wirtschaftslage befassen und zeitnah Entscheidungen fällen. 

Diese Auswirkungen haben steigende Zinsen 

Wenn Zinsen steigen, hat das für einige Menschen Vorteile, für andere Nachteile. Das Geld, das sich Personen oder Unternehmen leihen, kann sich durchaus teurer darstellen. Kredite, die aufgenommen wurden, sind plötzlich teurer. Deshalb fällt es einigen Kreditnehmern inzwischen schwerer, die Belastungen zu stemmen. Wer hingegen Investitionen tätigen möchte, sollte die aktuelle Inflation im Auge behalten. Durch diese sinkt auch die Rendite auf Finanzlagen. Das kann wiederum auch die Kaufkraft hemmen. Aus diesem Grund sind Risiken und Nutzen bei Investitionen immer neutral zu betrachten. Wer nicht auf Investitionen verzichten mag, kann verschiedene Anlagemöglichkeiten nutzen, die perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das ist sowohl für Privatpersonen, als auch Unternehmen interessant. 

Dabei ist die monatliche Kostenbelastung natürlich nicht außer Acht zu lassen. Da die Kosten für Energie, Lebensmittel und viele andere Waren in der letzten Zeit kontinuierlich um bis zu 10 Prozent und mehr gestiegen sind, treten viele Menschen auf die Investitionsbremse. Obwohl es dem deutschen Mittelstand finanziell noch gutgeht, ist Vorsicht nicht verkehrt. Das ist von Vorteil, damit alle Beteiligten die aktuelle Lage gut meistern können. Investitionen sind somit zwar möglich. Bedachtsames Verhalten kann jedoch dabei helfen, mit der erhöhten Inflation besser zurechtzukommen. 

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