Duisburg/Essen. Beschäftigte in der IT-Dienstleistungsbranche leiden immer häufiger unter Arbeitsüberlastung bis hin zum «Burnout». Nur knapp vier von zehn Befragten (37 Prozent) glauben, dass sie ihre Arbeit unter den gegebenen Bedingungen auf Dauer ausüben können, wie aus einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Vor allem die Trennung von Beruf und Privatleben fällt vielen schwer. So können der Untersuchung zufolge nur knapp 30 Prozent der Beschäftigten nach der Arbeit problemlos «abschalten».

Das Risiko für einen sogenannten Burnout, also die Arbeitsüberlastung bis zur totalen Erschöpfung, sei vor allem bei jungen Projekteinsteigern und den zwischen 30- und 50-jährigen Aufsteigern mit neuen Aufgaben hoch. Starke Indizien für eine ständige Arbeitsüberlastung fanden die Forscher auch bei den «Mobilen Beschäftigten», die häufig zwischen Kunden und Arbeitgeber pendeln müssen, sowie den IT-Spezialisten mit mehreren parallel laufenden Projekten.

Die hohen Arbeitsanforderungen in der Branche halten die Wissenschaftler auch angesichts des deutlich steigenden Durchschnittsalters der Beschäftigten für problematisch. So sei der Anteil der IT-Spezialisten unter 40 Jahren zwischen 1999 und 2009 von 55,9 Prozent auf 41,8 Prozent gesunken, während mit einer Quote von 18,5 Prozent mittlerweile fast jeder fünfte Beschäftigte älter als 50 Jahre sei (1999: 12,5 Prozent).

Für die vom Bundesbildungsministerium geförderte Studie befragten die IAQ-Wissenschaftler 331 Mitarbeiter von sieben IT-Unternehmen unterschiedlicher Größe. Die Ergebnisse sind im Internet als Download verfügbar (iaq.uni-due.de/iaq-report/2010/report2010-04.php).

Veröffentlicht am: