Frankfurt/Main. Mit starken Einschränkungen im Flugverkehr müssen Passagiere in der kommenden Woche rechnen. Im Tarifkampf bei der Lufthansa hat die Gewerkschaft Cockpit die 4500 Piloten der größten deutschen Fluggesellschaft und ihrer Tochter Germanwings ab Montag zu einem viertägigen Streik aufgerufen. Der Konzern will die Auswirkungen des Ausstands zwar unter anderem mit einem Notflugplan und mit Umbuchungen begrenzen, doch dürfte der größte Pilotenstreik der vergangenen Jahre trotzdem für Flugausfälle und Verspätungen an vielen deutschen Flughäfen sorgen.

Die Lufthansa bietet Kunden Informationen unter der kostenfreien Nummer 0800-8 50 60 70 sowie im Internet unter lufthansa.com unter dem Link «Ankunft und Abflug». Germanwings informiert unter der Nummer 0800-66 44 935 sowie im Internet unter germanwings.com.

Bei den im Dezember gescheiterten Tarifverhandlungen ging es nach Angaben der Vereinigung Cockpit nicht in erster Linie um die Vergütung, sondern um die Sicherung von Arbeitsplätzen. Der Lufthansa-Vorstand warf der Gewerkschaft vor, ihr gehe es bei dem Streik nicht nur um sichere Arbeitsplätze, sondern vor allem um umfangreiche Mitspracherechte bei unternehmerischen Entscheidungen im Konzern. Cockpit wies dies zurück. Die Lufthansa warnte zudem vor den Folgen des Streiks. «Das wird uns pro Tag rund 25 Millionen Euro kosten», sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Christoph Franz.

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