Bei einer Festveranstaltung mit rund 70 geladenen Gästen wurde am 4. Juli vom baden-württembergischen Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller sowie Dr. Hans-Josef Zimmer, Aufsichtsratsvorsitzender der terranets bw und Katrin Flinspach, Sprecherin der Geschäftsführung der terranets bw die neue Ferngasleitung für Baden-Württemberg auf den Namen „Nordschwarzwaldleitung“ getauft.

Der unabhängige Fernleitungsnetzbetreiber terranets bw baut derzeit den ersten Abschnitt der Nordschwarzwaldleitung – einer 71 Kilometer langen Erdgashochdruckleitung, die Erdgas aus der Trans-Europa-Naturgas-Pipeline (TENP) von Au am Rhein über Ettlingen und Pforzheim nach Leonberg in den Großraum Stuttgart transportieren soll. Mit dem Bau des ersten Leitungsabschnitts (Au am Rhein – Ettlingen) über 15 Kilometer, wurde im Mai dieses Jahres begonnen und dieser wird bis Ende 2014 fertiggestellt sein. Für den zweiten, 56 Kilometer langen Abschnitt (Ettlingen – Pforzheim) wird der Planfeststellungsbeschluss in der nächsten Zeit erwartet. Mit dem Bau des Abschnitts von Ettlingen nach Pforzheim soll Anfang 2015 begonnen werden. Mit diesem Projekt investiert die terranets bw insgesamt rund 80 Millionen Euro in die nachhaltige Sicherung der Erdgasversorgung in Baden-Württemberg.

Quelle: terranets bw

Quelle: terranets bw

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller begrüßte in seinem Grußwort den Bei-trag der Nordschwarzwaldleitung zur Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiewende in Baden-Württemberg. „Durch die Anbindung an das europäische Erdgastransportsystem leistet die Nordschwarzwaldleitung einen wichtigen Beitrag zur sicheren Versorgung der Gaskunden in Baden-Württemberg“, erklärte der Umweltminister. Gleichzeitig gewährleiste die neue Ferngasleitung eine Diversifizierung der Erdgasbezugsquellen für das Land. Erdgas stelle zudem eine wichtige Brücke auf dem Weg in eine nachhaltige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien dar. Eine gute Infrastruktur mit ausreichenden Kapazitäten trage daher wesentlich zum Gelingen der Energiewende im Land bei. Der Bau der im deutschlandweiten Netzentwicklungsplan Gas vorgesehenen Nordschwarzwaldleitung wird deshalb von der Landesregierung unterstützt.

Die Bedeutung der Gasnetze bei der erfolgreichen Realisierung der Energiewende betonte auch Dr. Hans-Josef Zimmer, Aufsichtsratsvorsitzender der terranets bw in seinem Grußwort. „Die Nordschwarzwaldleitung ist ein wichtiger Baustein im zukünftigen Energiesystem des Südwestens und deshalb ein Leuchtturmprojekt. Für ein Gelingen der Energiewende müssen neben den Stromübertragungsnetzen auch die Erdgasfernleitungsnetze signifikant ausgebaut werden“, so Zimmer.

Die Sprecherin der Geschäftsführung der terranets bw, Katrin Flinspach, verdeutlichte die Not-wendigkeit des Baus der neuen Ferngasleitung für Baden-Württemberg. So erläuterte sie den steigenden Bedarf an Erdgastransportkapazitäten der lokalen und regionalen Netzbetreiber im Südwesten und den Beitrag der Nordschwarzwaldleitung, diesen zukünftig abzudecken. „Das Projekt Nordschwarzwaldleitung ist das größte Fernleitungsbauprojekt der letzten Jahrzehnte in Baden-Württemberg für die terranets bw“, ergänzte Flinspach. „Wir sind froh, mit dem Ausbau des baden-württembergischen Fernleitungsnetzes die Versorgungssicherheit mit Erdgas nachhaltig erhöhen zu können.“

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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