Berlin. Dirk Martin, Bundesvorsitzender des Verbandes “Die Jungen Unternehmer – BJU” kritisiert Opel-Rettungspaket und fehlende Beteiligung von Magna am Überbrückungskredit: “Geringstmögliches Risiko für Magna, größtmögliches Risiko für den Steuerzahler – ich fürchte, nach diesem Prinzip wird es weitergehen”

Berlin, 2. Juni 2009. Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Jungen Unternehmer, Dirk Martin, hat am Dienstag Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für seine Haltung in Sachen Opel gelobt und das Rettungspaket für den angeschlagenen Autobauer scharf kritisiert: “Die klare Haltung des Wirtschaftsministers verdient höchsten Respekt. Er widersteht der Versuchung, auf Kosten von Steuerzahlern und Opel-Wettbewerbern den Wohltäter zu spielen. Das ist mutig und konsequent. Zu Guttenberg bleibt seinen ordnungspolitischen Überzeugungen treu, während andere Politiker diese scheinbar an der Garderobe abgegeben haben. Ich denke, dass der Wirtschaftsminister Recht behalten wird und in der derzeitigen Situation eine geordnete Insolvenz für Opel der bessere Weg gewesen wäre.”

Martin: “Das Opel-Rettungspaket vom Wochenende wird den Steuerzahler wohl teuer zu stehen kommen. Das wird bereits daran deutlich, dass sich Magna nicht am Überbrückungskredit beteiligt, sondern auch hier komplett der Staat einspringt. Geringstmögliches Risiko für Magna, größtmögliches Risiko für den Steuerzahler – ich fürchte, nach diesem Prinzip wird es weitergehen. Wenn jetzt auch noch Arcandor Staatshilfe erhalten sollte, wird der Steuerzahler endgültig zur Cash Cow maroder Konzerne. Eine solche Politik untergräbt die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft, die unser Land erfolgreich und wohlhabend gemacht haben. Fest steht: Die Opel-Rettung ist ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler und aller nachhaltig wirtschaftenden Unternehmer. Für diesen ordnungspolitischen Super-GAU werden wahrscheinlich noch kommende Generationen die Zeche zahlen.”

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