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Große Ost-West-Unterschiede auf Ausbildungsmarkt

Leipzig. Jugendlichen bietet sich in Ost- und Westdeutschland ein komplett gegensätzliches Bild auf dem Arbeitsmarkt. Wie das Leibniz-Institut für Länderkunde am Montag in Leipzig mitteilte, haben Schulabgänger im Osten kaum Probleme, eine Lehrstelle zu bekommen, dafür aber bietet der Arbeitsmarkt anschließend längst nicht ausreichend Jobs. Im Westen hingegen ist die Job-Situation für junge Erwachsene entspannt, dafür aber ist dort der Übergang von der Schule zur Ausbildung schwieriger.

Für diese konträre Entwicklung gibt es nach Ansicht von Leibniz-Forscher Volker Bode zwei Gründe: Zum einen wird fast jeder vierte Ausbildungsplatz in den neuen Ländern staatlich finanziert. Gleichzeitig schrumpft aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der Schulabgänger dramatisch. Sie sank laut Leibniz-Institut zwischen 2001 und 2009 von 175 000 auf unter 80 000.

Als Folge ist in weiten Teilen Ostdeutschlands das Verhältnis zwischen Schulabgängern und Lehrstellen ausgeglichen, während im Westen und dort vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen sich hundert Schulabgänger auf nur 75 Lehrstellen bewerben. Einen rechnerischen Überschuss an Lehrstellen weist im Westen nur München auf, im Osten hingegen mit Halberstadt, Neuruppin und Stralsund gleich drei Regionen.

Wer im Westen jedoch eine Ausbildung geschafft hat, hat anschließend weitaus bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als die Altersgenossen im Osten: In weiten Teilen Süddeutschlands herrscht auch bei den unter 25-Jährigen Vollbeschäftigung, in den wirtschaftsschwachen Ost-Ländern hingegen liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei bis zu 17 Prozent.

Weitere Infos:

(aktuell.nationalatlas.de)

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