Düsseldorf. Die griechische Regierung will hart gegen Steuersünder vorgehen. «Wir reorganisieren die Finanzverwaltung, um Steuersünder dingfest machen zu können», sagte Griechenlands Premierminister Giorgos Papandreou dem Düsseldorfer «Handelsblatt» (Montagausgabe). Es gehe nicht an, dass die Mehrheit der Griechen, die hart arbeiteten und ihre Steuern zahlten, für die Verbrechen anderer bluten müssten. «Die Menschen wollen mehr Gerechtigkeit». Um den Steuersündern auf die Spur zu kommen, nutze Griechenland die technische Expertise der Europäischen Union sowie des Internationalen Währungsfonds.

Gleichzeitig stellte Papandreou klar, dass Griechenland nicht um Geldgeschenke bettele, sondern um Kredite bitte, die mit hohen Zinsen zurückgezahlt werden müssten. «Deshalb setze ich eine Politik der Veränderungen durch, die in Umfang und Tempo ihresgleichen sucht.» Griechenland werbe um die Chance, beweisen zu können, «dass wir es schaffen». Der politische Wille, die Krise zu bewältigen, sei deutlich demonstriert worden. «Kein Land hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so starke Einschnitte auferlegt,» betonte der Premierminister.

Veröffentlicht am: